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Steinbrück-Kritik: Kubicki watscht Parteifreund Döring ab

Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat seinen Parteifreund Patrick Döring in einer Talkshow heftig angegriffen. Dessen Kritik an SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück fand er unglaublich - und wünscht eine Entschuldigung.

Der Fraktionsvorsitzende der schleswig-holsteinischen FDP, Wolfgang Kubicki. Quelle: dpa
Der Fraktionsvorsitzende der schleswig-holsteinischen FDP, Wolfgang Kubicki. Quelle: dpa

BerlinDie Äußerungen von FDP-Generalsekretär Patrick Döring über SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stoßen auch in den eigenen Reihen auf heftige Kritik.

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Er habe das Statement Dörings "ziemlich peinlich" gefunden, sagte der Fraktionschef der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, am Donnerstag in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner". Döring hatte Steinbrück in der Debatte um Nebentätigkeiten unter anderem eine "knallharte Gewinnermentalität" attestiert.

FDP

Kubicki fügte hinzu: "Ich weiß nicht, was er geraucht hat, aber für die Vertreter einer liberalen Partei ist es geradezu unerhört, sich darüber zu äußern, dass jemand für seine Tätigkeiten, in die er ja auch seine Persönlichkeit einbringt, Geld bekommt. Das ist wirklich unglaublich."

Er fände es schön, wenn Döring sich bei Steinbrück öffentlich entschuldigen würde, sagte Kubicki. Es sei "albern" anzunehmen, wer einen bezahlten Vortrag halte, richte sich nach der Meinung des Zuhörenden.

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  • 03.12.2012, 09:50 UhrHagen_von_Tronege

    @ r.ruf
    „Für den reisenden Vortragskünstler Steinbrück waren seine "Nebeneinkünfte" tatsächlich seine Haupteinnahmequelle, die Abgeordnetendiäten hingegen die eigentlichen "Nebeneinkünfte"
    Dass Steinbrück seine Abgeornetentätigkeit in hohem Maße vernachlässigt hat, um seinen ausgedehnten Vortragsreisen rein zeitlich bewerkstelligen zu können, steht noch einmal auf einem anderen Blatt.“

    Genau darum geht es.

    Es geht nicht darum, dass
    ★ ein begnadeter Selbstdarsteller wie Kubicki, den ein Gott mit der Kraft der schönen Worte ausgezeichnet hat, seinem Studienkumpel Steinbrück zu Hilfe eilt,
    ★ es geht auch nicht darum, dass im parteipolitischen Gesinnungsfernsehen GEZ Plattitüden ausgetauscht werden,
    ★ es geht auch nicht darum, dass Steinbrück für seine Vorträge Geld erhalten hat.
    ★★ es geht um den Unterschied zwischen legal und legitim.

    Wir haben eine repräsentative Demokratie. Wir stimmen nicht mehr wie in der Schweiz auf der Wiese ab. Wir wählen Vertreter in den Bundestag, die für uns abstimmen - und die Abstimmungen dort vorbereiten. Es ist legal, dass diese Vertreter bei Verbänden und Banken Vorträge halten und Geld dafür erhalten. Wenn allerdings dieses Geld ein Mehrfaches der üppig bemessenen Abgeordnetendiäten ist, ist das nicht legitim. Darum geht es.

  • 19.10.2012, 11:19 Uhrgeorge.orwell

    ...Ihr Wort in Gottes Ohr ...

    www.wahlalternative2013.de

  • 19.10.2012, 11:15 Uhrgeorge.orwell

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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