Steinbrück nutzt „Polster“
Schwarz-Rot macht Tempo

Die neue Bundesregierung drückt beim Abbau von Steuervergünstigungen aufs Tempo. Das schwarz-rote Kabinett will an diesem Dienstag neben dem Wegfall der Eigenheimzulage fünf weitere Maßnahmen zum Abbau von Steuerprivilegien im Einkommensteuerrecht auf den Weg bringen, die bereits von Beginn 2006 an gelten sollen. Das bestätigten Koalitionskreise am Montag in Berlin.

HB BERLIN. Der Gesetzentwurf von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht den Angaben zufolge unter anderem vor, dass der Steuerfreibetrag bei Abfindungen zum 1. Januar 2006 fallen soll. Auch die Kosten für den privaten Steuerberater sollen ab Beginn des nächsten Jahres nicht mehr abgesetzt werden können.

Ferner ist vorgesehen, den Steuerfreibetrag bei Übergangsgeldern, die Beamten oder Soldaten gewährt werden, zu streichen. Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ soll eine Übergangsregelung sicherstellen, dass Entlassungen, die in den verbleibenden fünf Wochen bis zum Jahresende erfolgen, davon nicht betroffen sind - sofern die dadurch begründeten Zahlungen vor dem 1. Januar 2007 erfolgen.

Die Steuerfreiheit bei Heirats- und Geburtshilfen, die der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern gewährt, soll nun ebenfalls schon zu Beginn 2006 entfallen - ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Auf deutliche Änderungen müssen sich auch Käufer von Mietwohnungen einstellen. Die Möglichkeit, diese Immobilien degressiv abzuschreiben, soll für alle Neufälle entfallen. Stattdessen wird nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ nur noch eine lineare Abschreibung von zwei Prozent pro Jahr möglich sein.

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