Steinbrück
SPD-Frauen wollen 50-Prozent-Quote im Schattenkabinett

Um das Thema Gleichstellung glaubwürdig zu vermitteln hat die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen eine Quote von 50 Prozent für das Schattenkabinett des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück gefordert.
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BerlinDie Frauen-Arbeitsgemeinschaft in der SPD erwartet von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück ein stärkeres Einbinden von Frauen in sein enges Umfeld. "Das Regierungsteam der SPD muss das Thema Gleichstellung glaubwürdig widerspiegeln", sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, der "Welt am Sonntag". "Wir setzen auf ein paritätisches Team aus Frauen und Männern." Die SPD habe "genug Frauen, die für Ministerämter und auch für klassische Ressorts zur Verfügung stehen", betonte sie.

Die Frauen in der SPD erwarteten von Steinbrück ein Bewusstsein für das Thema Geschlechtergerechtigkeit, sagte Ferner, die auch stellvertretende Fraktionschefin ist. "Steinbrück wird uns da sicher nicht enttäuschen", fügte sie hinzu. Dessen Art sei "vielleicht nicht jedermanns Sache, aber gewiss kein Problem speziell von Frauen". Steinbrücks Ehefrau habe "stets gearbeitet, und ist nicht dem Hausfrauenmodell gefolgt. Er hat zwei erwachsene Töchter, weiß also um die Probleme von Frauen".

Die SPD müsse "die Gleichstellung zu ihrem Kernanliegen im Wahlkampf machen", betonte Ferner. "Leider ist es der Union gelungen, sich mit Frau Merkel und Frau von der Leyen ein frauenfreundliches Image zu geben. Damit darf sich die SPD nicht abfinden."

ASF-Vize Agnes Allroggen-Bedel sagte der "Bild"-Zeitung vom Samstag: "Ich gehe fest davon aus, dass Peer Steinbrück zumindest sein Schattenkabinett gleichrangig mit Männern und Frauen besetzen wird." Die ASF ist dem Bericht zufolge enttäuscht darüber, dass Steinbrücks enges Wahlkampfteam aus drei Männern besteht. Steinbrück hatte vor wenigen Tagen sein Beraterteam für den Bundestagswahlkampf benannt. Darunter sind der bisherige sachsen-anhaltinische Finanz-Staatssekretär Heiko Geue, der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig und als sein Sprecher der frühere SPD-Sprecher Michael Donnermeyer.

Am kommenden Donnerstag will Steinbrück am "Roten Frauensalon" der SPD teilnehmen und mit Expertinnen sowie Parteikolleginnen über frauenrelevante Themen diskutieren. Von Seiten der SPD nehmen an der Veranstaltung außerdem die ASF-Vorsitzende Ferner, die stellvertretende Parteivorsitzende Manuela Schwesig und Generalsekretärin Andrea Nahles teil.

 
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Steinbrück: SPD-Frauen wollen 50-Prozent-Quote im Schattenkabinett"

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  • 50%-Quote liebe Damen wäre allenfalls dann sinnhaft nachvollziehbar , wenn Sie auch 50% der Mitglieder und 50% der Bewerber stellen würde.

    Nachdem dies aber generell BEI WEITEM nicht der Fall ist, bedeutet 'Quote' nur eine Pusher-Injektion für diejenigen machtgeilen Göris, die sich in die Wahllisten verschlagen haben - und das sind für gewöhnlich Vertreterinnen der Gattung 'Turbo-Emanze', die Dank der umfangreichen selbstgewählten Amputation femininer Züge schon gar nicht mehr als vollwertige Frau gewertet werden dürften...


    Quote ist diskrimienierend und undemokratisch. GERECHT wäre allenfalls ein Postenanteil im Verhältnis zur Mitgliederstruktur - und die fällt mangels natürlichem Interesse vieler Frauen nunmal eindeutig 'pro Mann' aus.

  • Wenn schon Quote dann aber richtig:
    Tumb wäre die Relation zu H4 usw gleichwermaßen zu fordern.
    Und nun ohne Sarkasmus:
    Für Deutschland (auch jedes Bundesland) wäre es schon ein Fortschritt, wenn die Intelligenz der Habgier politischer Entscheidungsträger künftig Paroli bieten könnte.
    Aber das wird wohl eine Utopie bleiben.

  • thom_Schmidt
    Diese kreischige Sozialistin Schwesig aus Meck-Pom?
    Mein Gott, dann geht es mit der Installierung einer DDR 2.0 noch schneller als mit Merkel
    Bei der Schwesig in MeckPom gibt es auch noch die FDJ, kann man nachlesen in der FAZ letzten Sommer
    Was wollen diese ganzen Kreischweiber mit ihrem Quoten-Geplärre eigentlich?
    Man muß sich doch nur in der Politik umsehen, je mehr Weiber, desto schlimmer ist es in Deutschland geworden.
    Diese Überemanzen sind ideoligisch und fanatisch und nur frustierte Weiber.
    Die sollen nach Hause gehen

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