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09.02.2008 
Kritik an Finanzinstituten

Steinbrück wirft Banken Verschleierung vor

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat deutschen Banken eine Verschleierungstaktik im Umgang mit ihren außerbilanziellen Risiken vorgeworfen. Der SPD -Politiker sagte in einem Interview: "Das haben einige Kreditinstitute vorsätzlich strategisch betrieben, bis hin zu einer Informationspolitik, die nur als Irreführung bezeichnet werden kann."

Finanzminister Peer Steinbrück kritisiert Finanzinstitute. Foto: dpaLupe

Finanzminister Peer Steinbrück kritisiert Finanzinstitute. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Das Engagement außerhalb der Bilanz habe Prüfern, Aufsichtsräten und Verwaltungsbehörden die Chance verwehrt, die Risiken zu bewerten, sagte der SPD -Politiker laut einem Vorabbericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Steinbrück forderte die deutschen Banken auf, "schnell alles offenzulegen, was sie an erkennbaren Risiken mitschleppen, damit der Markt nicht im 14-Tages-Rhythmus von Hiobsbotschaften weiter nervös gemacht wird". Vor allem Landesbanken haben ihre Zahlen für 2007 noch nicht vorgelegt. Experten vermuten, dass dort noch höhere Risiken schlummern. Die WestLB, die SachsenLB und die Mittelstandsbank IKB mussten bereits jeweils mit Milliardensummen gestützt werden, zum Teil auch mit Steuergeldern.

Die Deutsche Bank nahm Steinbrück ausdrücklich von seiner Kritik aus. "Ich mache der Deutschen Bank das Kompliment, dass sie sehr früh bereit war, Risiken auf ihre Bilanz zu nehmen und notwendige Wertberichtigungen vorzunehmen, was für Glaubwürdigkeit und Vertrauen sorgt", sagte der Minister.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann hatte die Branche erst auf die Schieflage der IKB aufmerksam gemacht. Im vierten Quartal 2007 hatte die Bank im Zuge der Kreditkrise weniger als 50 Millionen Euro zusätzlich abschreiben müssen. Am Ende waren die Wertberichtigungen der größten deutschen Bank in der Kreditkrise mit 2,3 Milliarden Euro weit geringer als die der ausländischen Konkurrenz.

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