Steinmeier und de Maizière: Nachfolgedebatte um Wulff rollt an

Steinmeier und de Maizière
Nachfolgedebatte um Wulff rollt an

Noch hält Bundeskanzlerin Angela Merkel demonstrativ zu Christian Wulff. Doch die Nachfolgedebatte um den umstrittenen Bundespräsidenten lässt sich nicht mehr aufhalten. Gleich mehrere Namen sind im Spiel.
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DüsseldorfDass Christian Wulff zurücktreten könnte, steht gar nicht zur Debatte – eigentlich. Denn Bundeskanzlerin Angela Merkel steht bislang demonstrativ hinter dem Bundespräsidenten. Nun aber gibt es plötzlich Vorschläge für neue Kandidaten – aus allen Partei-Ecken.

Allen voran: Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Das berichtet die „FAZ“ in ihrer heutigen Ausgabe. Die Zeitung schreibt von „einer Agonie“ des Bundespräsidenten und der Befürchtung aus Reihen der Partei und der Koalition, Wulffs Kampf um sein Amt könnte auf sie übergreifen.

Und dann wird noch über Frank-Walter Steinmeier diskutiert. Könnte er Wulffs Nachfolger werden? Der Meinung ist jeden falls die „Bild“. Wie realistisch oder unrealistisch die Vorschläge auch sind. Klar ist: Das Thema um Wulffs Nachfolge kocht hoch. 

Das Magazin „Stern“ brachte unlängst Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) ins Spiel - auch wenn dieser ablehnt. Schon vor der Präsidentenwahl 2010 hatte er das Amt nicht gewollt, auch jetzt fällt seine Antwort eindeutig aus: "Ich will es auch jetzt nicht", sagte er in einem Interview.  Aber es gibt ja auch noch den früheren Umweltminister Töpfer, der gleichfalls im Gespräch ist.

Laut einer ARD-Umfrage findet unter den  bisherigen Nachfolgekandidaten übrigens Joachim Gauck mit 49 Prozent die meiste Zustimmung bei den Deutschen. 35 Prozent der Befragten können sich Bundestagspräsident Norbert Lammert als neues Staatsoberhaupt vorstellen, 32 Prozent wünschen sich den früheren Umweltminister Klaus Töpfer in dieser Funktion.

Während Wulffs Halt als Bundespräsident nun also in den politischen Reihen schwindet, rücken auch die Deutschen von ihm ab: Die Mehrheit der Deutschen findet sich von Wulff nicht mehr gut vertreten, wie eine andere Umfrage zeigt.

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Stimmung in der Union kippt

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  • Zur Nominierung reicht theoretisch eine Stimme.
    Und in der Bundesversammlung wären sie derzeit mit 2 Stimmen vertreten. Das ganze hat aber schon auch etwas satirisches, wie halt Herr Georg Schramm auch. Aber die Realsatiredurch Herrn Wulff topt das doch alles.

  • @ margrit117888,
    Beleidigungen, wie linke Zecke, haben hier nichts zu suchen. Und wenn Sie alle Personen als linksradikal einstufen, die politisch nicht so weit rechts stehen wie Philipp Hasselbach oder Axel Reitz, dann wäre ich doch lieber für den jetzigen Bundespräsidenten.

  • Ist aber leider auch ein ganz und gar Merkel-Treuer und von daher würde ich ihn al BuPrä nicht wollen

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