Steuerbefreiung und Kaufzuschüsse Prämie für Elektroautos steht kurz bevor

Monatelang hat die Koalition aus CDU und SPD um eine Förderung der E-Mobilität gerungen. Nun soll eine Einigung kurz bevor stehen: Offenbar will die Bundesregierung am Dienstag genauere Pläne bekanntgeben.
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks brachte kürzlich eine Kaufprämie für Elektro-Autos in die Diskussion. Doch wie die Förderung letztlich genau aussieht, will die Bundesregierung erst am Dienstag bekanntgeben. Quelle: dpa
Kaufprämien für E-Fahrzeuge

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks brachte kürzlich eine Kaufprämie für Elektro-Autos in die Diskussion. Doch wie die Förderung letztlich genau aussieht, will die Bundesregierung erst am Dienstag bekanntgeben.

(Foto: dpa)

BerlinDas in der großen Koalition lange umstrittene Paket zur Förderung von Elektroautos ist so gut wie fertig. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Koalitionskreisen soll es in der kommenden Woche aber noch einen Termin geben, bei dem über Fragen der genauen Ausgestaltung der Förderung gesprochen werden soll. In der Debatte waren zuletzt etwa befristete Ausnahmen für Elektroautos von der Kfz-Steuer, aber auch direkte Kaufzuschüsse.

Die „Welt am Sonntag“ berichtete, die Bundesregierung habe sich auf eine weitgehende Förderung von E-Fahrzeugen geeinigt. Die Pläne sollten beim Autogipfel zwischen Bundesregierung und Automanagern an diesem Dienstag (26. April) bekanntgegeben werden.

Vorigen Donnerstag hatte es schon Signale gegeben, dass eine Einigung nach monatelangem Ringen bevorsteht. „Die Automobilhersteller haben eine angemessene Beteiligung an der Förderung zugesagt“, hieß es in einem Papier zur Klausur der Fraktionsspitzen von Union und SPD in Rust (Baden-Württemberg), das dpa vorlag.

Demnach soll es Anfang der Woche auch Klarheit in der Frage direkter Kaufprämien für Elektrofahrzeuge geben. Zuletzt hatte man sich hier nicht verständigen können - SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sprach von „ordnungspolitischen Differenzen“. Dagegen war die Koalition sich weitgehend einig, dass eine zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer und ein Ausbau des Ladenetzes den schleppenden Anlauf der E-Mobilität voranbringen sollen. Vom Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, ist der Bund noch meilenweit entfernt.

So könnten wir uns morgen bewegen
Platz 8 - Ein Drache für den Frachter
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In ihrem Buch „Wie wir uns morgen bewegen werden“ zeigen Christoph Markmann, Bernadette Förster und Heiko von der Gracht 88 Innovationen der Mobilität. Handelsblatt Online präsentiert acht besonders interessante Projekte.

Früher segelten die Schiffe mit dem Wind, ein Drache soll nun auch modernen Frachtern beim Spritsparen helfen. Das „Sky Sail“ soll automatisch ausgerichtet werden und so zwischen 10 und 30 Prozent des Treibstoffverbrauchs einsparen. Die Krise der Reedereien hat auch auch die Erfinder in finanzielle Schwierigkeiten gebracht. Zieht der Welthandel an, könnte diese Innovation dennoch wieder gefragt sein.

Erhältlich ist das Buch beim Finanzbuchverlag (19,99 Euro, ISBN 978-3-86881-595-5).

Platz 7 - Der Parkhausroboter
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Sieht aus wie ein normales Parkhaus, ist aber revolutionär. Hinter den Mauern dieses Forschungsprojektes des Fraunhofer-Instituts arbeitet ein Parkhausroboter, der gleich mehrere Herausforderungen der Mobilität lösen soll.

Platz 7 - der Parkplatzroboter
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Neu an diesem Konzept ist der Kombinutzen für die Logistik: Dem Parkhausroboter ist es egal, ob er ein Auto oder eine Palette vollautomatisch vom Eingang weg zum Lagerplatz befördert. Er macht beides zentralgesteuert - und schafft damit auch stadtnahe Lagerfläche. Auf Wunsch kann der Roboter gleich noch den Akku von Elektroautos lagern.

Platz 6 - Hausgemachter Diesel
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Warum Biokraftstoff aus Südamerika importieren, wenn man ihn im eigenen Garten produzieren kann? Schon heute lässt sich Biosprit aus Algen produzieren, bisher sind die Anlagen aber noch zu groß. Aber möglicherweise könnten die Algentanks bald schon im Auto eingebaut sein - und dort direkt frischen Sprit produzieren. Auch Bill Gates engagiert sich. Er hat einen zweistelligen Millionenbetrag in ein Start-up gesteckt, das eine Technologie entwickelt, mit der man im großen Stil Biosprit aus Algen gewinnen kann.

Platz 5 - Der Zug auf der Straße
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Der Zug auf der Straße ist längst mehr als eine Zukunftsvision. Das Navigationssystem von Pkw oder Lkw ermittelt Nähe, Tempo und Richtung einer vernetzten Kolonne und klinkt das Fahrzeug dort ein. Dann übergibt das On-Board-System die Kontrolle über das Fahrzeug an den Kolonnenführer und sein Leitsystem. Diese koordinierten Kolonnen könnten so Staus und Auffahrunfälle in Zukunft vermeiden.

Platz 4 - Das Faltauto
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Ein Klapprad kennt jeder - doch die Stadtautos der nächsten Generation könnten ebenfalls faltbar sein. Das CityCar lässt sich ineinanderschieben und kann durch zwei Lenkachsen eine 180-Grad-Wende hinlegen. Entwickelt wurde das Faltauto vom Smart Cities Project des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gemeinsam mit General Motors.

Platz 3 - Luft im Tank
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Eine Luftnummer mit Zukunft: Statt Benzin tankt diese Knutschkugel namens Airpord Druckluft und fährt damit 100 Kilometer weit - und deutlich günstiger als mit Benzin. Und das völlig ohne Akku, allerdings auch nicht besonders schnell. Der Airpod ist daher eher als Stadtauto geeignet. Der indische Autohersteller Tata hat sich die Technologie gesichert - und testet erste Modelle auf dem indischen Markt.

Über Zuschüsse zum Kauf der „Stromer“ wird seit langem debattiert. Während Befürworter wie Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dies als hilfreich einschätzen, warnen Skeptiker vor einem künstlichen Konjunkturprogramm für die gut verdienende deutsche Autobranche. „Die (Elektroautos) müssen sich ohne Subventionen durchsetzen, im Wettbewerb“, sagte der Autoexperte Stefan Bratzel der Zeitung.

  • dpa
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