Steuerersparnis kein Motiv für Übernahme von Mannesmann
Vodafone weist Vorwürfe von sich

Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hat erklärt, dass die Steuerersparnis kein Motiv für die Übernahme von Mannesmann gewesen sei. Zuvor hatte Jürgen Rüttgers, Chef der CDU in Nordrhein-Westfalen, nicht ausgeschlossen, dass Vodafone die Steuerabschreibungen im Vorfeld der Fusion eingeplant hat.

HB DÜSSELDORF. Steuervorteile seien kein Motiv für die Übernahme des Mannesmann-Konzerns gewesen, sagte ein Vodafone-Sprecher am Mittwoch in Düsseldorf. Der damalige Börsenkurs sei auch nicht künstlich in die Höhe getrieben, sondern vom Markt bestimmt worden.

„Keiner konnte vorhersehen, wie sich Telekommunikations-Werte in den Jahren 2001 und 2002 entwickeln würden“, sagte Vodafone-Sprecher Jens Kürten. Das Mobilfunk-Geschäft von Mannesmann sei die einzige Motivation für die Übernahme gewesen. Vodafone hatte den Wert von Mannesmann nach der Übernahme um 50 Mrd. € nach unten korrigiert und auf diesen Betrag Teilwert-Abschreibungen beantragt.

Damit könnte der Mobilfunkriese seine Steuerlast über einen längeren Zeitraum um bis zu 20 Mrd. € senken. Unterdessen ging der Streit um die geplante Steuer-Abschreibung bei Politikern und Experten weiter.

Der nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers sprach sich strikt gegen eine nachträgliche Veränderung der Steuergesetze aus. Es sei nicht richtig, „jetzt politisch darüber nachzudenken, rückwirkend die Steuergesetze zu ändern“, sagte er am Dienstag im Deutschlandfunk. „Wenn wir das machen, dann zerstören wir den Standort Deutschland. In einem dpa-Gespräch warnte auch die Professorin für Unternehmensteuerrecht, Johanna Hey, vor einem „wilden Aktionismus“.

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