Steuerfahnder und Polizei
Sondereinheit treibt in NRW Millionen ein

Vor eineinhalb Jahren erklärte NRW der Steuerhinterziehung den Krieg – mit einer Sondereinheit aus Steuerfahndung und Polizei. Nun ziehen die zuständigen Innenminister Bilanz über die eingebuchten Millionen.

DüsseldorfEineinhalb Jahre nach ihrer Gründung hat eine gemeinsame Sondereinheit von Steuerfahndung und Polizei in Nordrhein-Westfalen dem Bundesland über 75 Millionen Euro zusätzlich eingebracht. Die Summe setzt sich aus 39 Millionen Euro zusätzlicher Steuereinnahmen und rund 37 Millionen Euro aus Geldbußen zusammen, wie die Landesminister für Inneres und für Finanzen, Ralf Jäger und Norbert Walter-Borjans (beide SPD), am Donnerstag mitteilten.

Die Sondereinheit war im Frühjahr 2015 in Düsseldorf eingerichtet worden. Damit reagierten die Ermittler in NRW auf Beobachtungen, wonach Steuerhinterziehung im großen Stil zunehmend bandenmäßig organisiert betrieben wird und daher der Übergang der Steuerhinterziehung zur Organisierten Kriminalität fließend ist. Ziel der gemeinsamen Ermittlungsgruppe ist unter anderem die wirksame Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerbetrugstaten.

Walter-Borjans hob hervor, die NRW-Steuerfahnder bildeten im Landeskriminalamt mit ihren dortigen Kollegen „eine bisher einzigartige und sehr erfolgreiche Bürogemeinschaft“. „Davon profitieren nicht nur die beiden Organisationen, sondern vor allem die ehrlichen Steuerzahler.“ Jäger erklärte, in der fachübergreifenden Ermittlungsgruppe sei "kriminalistisches und steuerrechtliches Fachwissen in beispielloser Weise unter einem Dach gebündelt“.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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