Steuern
Arbeiten für die eigene Tasche

Es ist nur ein Rechenspiel, aber es bringt Freude: Seit heute Morgen arbeiten die Steuerzahler in Deutschland rein rechnerisch wieder fürs eigene Portemonnaie. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie nach Berechnungen des Bunds der Steuerzahler ausschließlich für den Fiskus und die Sozialkassen gewirtschaftet.

HB BERLIN. Die Arbeitnehmer müssen in diesem Jahr 53,3 Prozent ihrer Brutto-Einkünfte abführen, sie können also nur 46,7 Prozent behalten. So hoch war die Belastung den Angaben zufolge zuletzt im Jahr 2003.

So gehen 2009 von jedem Euro Einkommen 32,7 Cent für Steuern ab. Davon 7,2 Cent Mehrwertsteuer, 10,8 Cent Lohn-/Einkommensteuer und Soli-Zuschlag, 2,2 Cent Energiesteuern sowie 12,5 Cent für sonstige Steuern wie Erbschaft-, Kfz-Steuer. An die Sozialkassen werden laut Steuerzahlerbund 20,6 Cent abgeführt - davon 10,3 Cent Rentenversicherungsbeiträge, 7,9 Cent Krankenkassenbeiträge, 1,4 Cent für die Arbeitslosenversicherung und 1 Cent für die Pflegeversicherung. 2008 hatte der gesamte Abgabenanteil bei 51,73 Prozent und 2007 bei 52,4 Prozent gelegen.

Die Steuerzahler müssen in diesem Jahr fast eine Woche länger nur für Fiskus und Sozialkassen arbeiten als 2008. Hauptgrund für den Anstieg der Belastungsquote sind laut Steuerzahlerbund die gesunkenen Einkünfte. Die Belastungsquote habe sich erhöht, weil die Einkommen stärker gesunken seien als die Abgaben.

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