Steuerschätzer erwarten wenig von Verlegung des Tags der Deutschen Einheit
"Mehreinnahmen gehen gegen Null"

Die Steuerschätzerin Andrea Gebauer knüpft keine hohen Erwartungen an die von Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) geplante Abschaffung des 3. Oktobers als Feiertag. "Die Mehreinnahmen gehen gegen Null", sagte Gebauer dem Handelsblatt (Freitagausgabe).

HB DÜSSELDORF. Gebauer ist Steuerschätzerin des Münchener ifo-Instituts und Mitglied des Arbeitskreises Steuerschätzung. "Rein rechnerisch bringt die Verlegung des 3. Oktobers auf einen Sonntag im nächsten Jahr rund 0,1 Prozentpunkte mehr reales Wirtschaftswachstum. Selbst wenn man die grobe Faustformel der Steuerschätzer anwendet, kommen da nicht mehr als 400 bis 500 Mill. Euro raus." Das sei weniger als die normale statistische Abweichung bei einer Prognose. "Das Lohnsteueraufkommen bleibt von der Verlegung des Feiertags unberührt und die Auswirkungen auf die Umsatzsteuer sind ebenfalls sehr gering. Allenfalls steigen die Unternehmensgewinne etwas. Doch die sind beim Steueraufkommen eine Restgröße", erläuterte Gebauer weiter.

Gebauer geht weiterhin davon aus, dass Eichel mit wesentlich geringeren Einnahmen aus der Steueramnestie rechnen muss als geplant: "Hier erwartet der Arbeitskreis nun statt bislang 1,5 Mrd. Euro nur noch 800 Mill. Euro", sagte sie.

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