Steuerschlupflöcher schließen
DGB-Chef Sommer plädiert für Börsenumsatzsteuer

Nach Ansicht des Gewerkschafters sollte zudem die Erbschaftssteuer erhöht werden. Derzeit gingen dem Staat durch windige Abschreibungsmodelle gingen mehrere Milliarden Euro im Jahr verloren.

HB BERLIN. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, plädiert für die Einführung einer Börsenumsatzsteuer und eine höhere Erbschaftsteuer. „Ich fordere die Bundesregierung auf, zur Finanzierung der Staatsausgaben neue Steuerquellen zu erschließen“, sagte Sommer der Tageszeitung „Die Welt“. Sie müsse dafür sorgen, dass die Steuerschlupflöcher für Unternehmen und Privatpersonen endlich geschlossen werden. Durch windige Abschreibungsmodelle gingen dem Staat mehrere Milliarden Euro im Jahr verloren. Das sei unerträglich.

„Wir brauchen auch eine höhere Erbschaftsteuer, das würde dem Staat jährlich 7,5 Mrd. Euro bringen“, sagte Sommer. Zudem sollte eine Börsenumsatzsteuer eingeführt werden, die auf alle Geschäfte an der Börse erhoben werde. In Großbritannien würden jährlich rund 30 Mrd. Euro Börsenumsatzsteuer erhoben, ohne dass die Börse zusammenbreche. „Das wäre auch hier möglich“, zeigte sich der DGB-Chef überzeugt. Dies alles würde nicht nur die Steuereinnahmen vergrößern, sondern auch für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen.

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