Steven Rattner
Der tiefe Fall des früheren Regierungsberaters

Eine satte Strafe wartet auf den Ex-Autoberater der US-Regierung: Ausgerechnet am Tag des Börsengangs des immer noch halbstaatlichen US-Autogiganten General Motors gerät Steven Rattner ins Kreuzfeuer der Justiz.
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NEW YORK. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo reichte zwei Klagen wegen Vorteilsnahme gegen den Fondsmanager ein. Er verlangt 26 Mio. Dollar Schadensersatz. Der Vorwurf: Rattner habe 2005 und 2006 einen mittlerweile verurteilten Angestellten des New Yorker Pensionsfonds mit Schmiergeldern dazu gebracht, Mittel des Pensionsfonds bei seiner Vermögensverwaltung Quadrangle anzulegen. Rattner soll sich dabei selbst illegal um drei Mio. Dollar bereichert haben.

Als die Klage bekannt wurde, saß Rattner live im Wirtschaftsfernsehsender CNBC, ließ sich für die Wiederauferstehung von General Motors feiern und warb für sein Buch über den Neuanfang der US-Autoindustrie. Einen Kommentar lehnte er ab, deutete aber an, zu einem Vergleich bereit zu sein.

Fast zeitgleich wurde bekannt, dass die US-Börsenaufsicht SEC Rattner wegen der gleichen Vorwürfe vor einem anderen Gericht verklagt. Rattner ist aber nach Angaben der SEC bereit, eine Strafe von 6,2 Mio. Dollar zu zahlen. Er wird zudem zwei Jahre lang nicht als Fondsmanager oder Broker in der Finanzbranche arbeiten dürfen.

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