Stichwort
Lukrative Wechsel von der Politik in die Industrie

Gerhard Schröder ist nicht der erste Politiker, der aus einem einflussreichen Amt auf einen Spitzenposten in der Wirtschaft wechselt und bei dem eine Diskussion darüber aufkommt, ob er sich seine neue Funktion durch vorherige günstige politische Entscheidungen gesichtert hat.
  • Martin Bangemann Der damalige EU-Kommissar für Telekommunikation wollte im Juli 1999 nahtlos Berater des Präsidenten der spanischen Telefonica werden. Kritiker entrüsteten sich über mögliche Interessenkonflikte. Seitdem müssen EU-Kommissare ein Jahr warten, bevor sie auf derart konfliktträchtige Industriejobs wechseln. Auch Bangemann trat erst ein Jahr später seinen Millionenjob in Madrid an. Nach nur zwölf Monaten schied der Ex-FDP-Chef aus.

  • Werner Müller Bis Ende 2002 war der parteilose Müller Bundeswirtschaftsminister. Die Ministererlaubnis für die Ruhrgas-Übernahme seines früheren Arbeitgebers Eon überlässt er seinem Staatssekretär. Im April 2003 wird Müller Vorstandschef der RAG, eines großen Empfängers von Kohlesubventionen, und baut den Mischkonzern um, um ihn an die Börse zu bringen. Im Juli 2005 wird Müller zusätzlich Aufsichtsratschef der Deutschen Bahn AG.

  • Otto Wiesheu

    Der damalige bayerische Wirtschafts- und Verkehrsminister handelt in der Arbeitsgruppe Verkehr den Koalitionsvertrag mit aus. Am 12. November gibt die Deutsche Bahn bekannt, dass Wiesheu Anfang 2006 in ihren Vorstand wechselt, zuständig für Marketing und politisches Lobbying. FDP und Grüne kritisieren ihn als „U-Boot der Bahn“ (Horst Friedrich) bei den Verhandlungen des Koalitionsvertrages.
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