Stimmverlust für Union und SPD
Forsa-Chef sieht Volksparteien im Abwind

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern verloren CDU und SPD deutlich an Wählerstimmen, und auch in Berlin bleiben die Volksparteien schwach. Nach Ansicht des Chefs des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, setzt sich damit der "Erosionsprozess der Volksparteien" fort.

HB BERLIN. Güllner verwies am Sonntagabend darauf, dass SPD und CDU in Berlin nach den Hochrechnungen zusammen knapp über 50 Prozent der Stimmen bekommen hätten. Unter Berücksichtigung der Stimmen aller Wahlberechtigten hätten beide Parteien in Mecklenburg-Vorpommern nur zwischen 35 und 36 Prozent erreicht. Für eine Bundestagswahl hieße das, dass eine "klare Mehrheit" keine der beiden Volksparteien wählen würde.

Die kleineren Parteien profitierten von dieser Entwicklung. Zum voraussichtlichen Einzug der NPD in den Landtag in Schwerin sagte Güllner, die NPD sei die gefährlichste rechtsradikale Partei in Deutschland. Die von ihr ausgehende Gefahr dürfe nicht unterschätzt werden. Es mache deshalb qualitativ keinen Unterschied, ob die Partei in Mecklenburg-Vorpommern ein zweistelliges oder ein einstelliges Wahlergebnis erreicht habe.

Bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern fiel die Union nach jüngsten Hochrechnungen von ARD und ZDF von 31,4 auf 28,7 Prozent ab, die SPD von 40,6 auf 30,0 Prozent. Die FDP und die rechtsextreme NPD überwinden den Prognosen zufolge die Fünf-Prozent-Hürde und ziehen neu in den Schweriner Landtag ein.

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