Stoiber wusste "natürlich" nichts von den Vorgängen im Münchner CSU-Verband
Letzte Chance für Hohlmeier

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat seiner Kultusministerin Monika Hohlmeier Fehlverhalten in der Affäre um die Münchner CSU vorgeworfen, will ihr aber ein „zweite Chance“ geben.

HB BERLIN. „Ja, sie hat Fehler gemacht, vielleicht hat sich auch den einen oder anderen versucht unter Druck zu setzen, aber sie hat sich dafür entschuldigt“, sagte Stoiber am Freitag der ARD einem Vorabbericht zufolge. Deswegen müsse Hohlmeier auch eine zweite Chance gegeben werden. Stoiber selbst wies zurück, selbst von den Vorgängen im Münchner CSU-Verband gewusst zu haben. „Natürlich nicht“, sagte der Ministerpräsident.

Hohlmeier steht wegen einer Affäre um angeblich gekaufte Stimmen in der CSU München unter Druck. Parteimitglieder werfen ihr zudem vor, sie habe als Bezirkschefin versucht, Vorstandsmitglieder mit angeblichen belastenden Informationen unter Druck zu setzen. Rücktrittsforderungen der Opposition hat Hohlmeier zurückgewiesen.

Die Tochter des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß hatte in der vergangenen Woche den Vorsitz der Münchener CSU vorzeitig abgegeben, nachdem sie ursprünglich erst im Herbst abtreten wollte. Die Staatsanwaltschaft München prüft derzeit Ermittlungen gegen Hohlmeier wegen des Verdachts der versuchten Nötigung.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%