Straßen in Sachsen blockiert
Polizei muss Flüchtlingsbusse schützen

Straßenblockaden, Wurfgeschosse, Pfefferspray: 200 Beamte sichern 13 Busse mit 700 Flüchtlingen, die in Sachsen verteilt werden sollen. Demonstranten hatten versucht, die Weiterfahrt zu blockieren.

ChemnitzIm sächsischen Freiberg haben am Sonntagabend einige Hundert Menschen Busse mit durchreisenden Flüchtlingen blockiert und beworfen. Wie die Polizei in Chemnitz am Montag mitteilte, setzte sie insgesamt 200 Beamte ein, um die Transporte abzusichern. Diese mussten Blockaden auf Straßen auflösen und dabei einmal Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen. Zwei Protestierer wurden in Gewahrsam genommen, drei Polizisten leicht verletzt.

Den Angaben zufolge sollten die aus Bayern stammenden mehr als 700 Flüchtlinge mit dem Zug nach Freiberg gebracht und von den Behörden mit Bussen in Sachsen verteilt werden. Der Polizei zufolge hatten sich bei deren Ankunft neben 50 Flüchtlingsunterstützern jedoch bereits auch etwa 400 Gegendemonstranten am Bahnhof der südwestlich von Dresden gelegenen Stadt eingefunden.

Die Protestierenden versuchten demnach, die Weiterfahrt der Busse durch Straßenblockaden zu stören. Aufgrund der aufgeheizten Stimmung entschieden die Beamten, die 13 Busse während der Fahrt aus der Stadt zu begleiten und weiter abzusichern.

Tatsächlich wurden die Konvois aus Bussen sowie Fahrzeugen der Polizei und des Roten Kreuzes laut Polizei „mit verschiedenen Gegenständen“ beworfen. Ein Polizeiwagen wurde beschädigt. Nach der Abfahrt der Busse lösten sich die Proteste wieder auf.

Am Montagmittag hat sich dort die Situation wieder normalisiert. „Die Lage ist ruhig“, sagte eine Polizeisprecherin am Vormittag.

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afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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