Straßenstrich
Bonner Prostituierte sollen Steuertickets ziehen

Steuern zahlen per Eintrittskarte: Wenn sie auf dem Straßenstrich arbeiten, müssen Prostituierte in Bonn ein Ticket am Automaten des Finanzamtes ziehen. Ein neues Kapitel im Buch der bizzarsten Steuern Deutschlands.
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BonnBonn bittet die Prostituierten auf dem Straßenstrich zur Kasse: Sie müssen ab sofort ein Ticket ziehen. Sechs Euro pro Nacht sollen sie als Steuer in die Stadtkasse zahlen. Der Ticketautomat, der einem Parkscheinautomaten ähnelt, wurde am Montag aufgestellt. „Das dient der Steuergerechtigkeit“, sagte eine Sprecherin der Stadt Bonn. Denn Prostituierte in festen Etablissements seien ebenfalls steuerpflichtig.

Kontrolleure des Steueramts sollen die Einhaltung der Ticketpflicht überprüfen. Prostituierten ohne gültiges Ticket drohten Verwarnungen, Bußgeldzahlungen oder Platzverweise, sagte die Sprecherin. Bonn soll bei dem Sexsteuer-Automaten bundesweit ein Vorreiter sein.

Der Bund der Steuerzahler bezeichnete den Vorstoß aus Bonn als "Lacherfolg", der nicht zur Entlastung des Haushaltes beitragen könne. Die Verwaltung solle ihre Kreativität lieber anders nutzen und an der Ausgabenseite sparen.

Für den Bonner Straßenstrich war nach Protesten von Anwohnern bereits zuvor ein sogenanntes Verrichtungsgelände eingerichtet worden. Dort gibt es Holzboxen, in die sich die Huren mit ihren Freiern im Auto zurückziehen können - wenn sie das Ticket vor den Boxen gezogen haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Straßenstrich: Bonner Prostituierte sollen Steuertickets ziehen"

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  • Bonner Straßenstrich Steuer ist soweit in Ordnung bis auf das
    die Stadt Bonn sich auch sonst noch um die Huren kümmern müste(ausfallhilfe bei Krankheit,Schutz gegen Übergriffe , usw.)und nicht nur den zweiten Zuhälter spielen. Dann währe so eine Steuer gut

  • @ SUERAI-vielen Dank fuer Ihre Uebersetzung. Das war sehr nett von Ihnen. Habe es einmal gewusst aber jahrelang nicht mehr gebraucht.

  • Sobald alle Ministerien nach Berlin umgezogen sind, könnte der Straßenstrich in die frei werdenden Gebäude umziehen. Das öffentlich Ärgernis würde abgemildert. Geschäftseinbußen des Billig-Rotlichtmilieus infolge des Berlinumzugs können sicher ausgeschlossen werden, weil dorthin nur Kunden mit gleichem niedrigen Niveau gehen.

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