Strategiepapier
Stoiber bricht Lanze für Atomenergie

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) kann sich vorstellen, künftig neue Atomkraftwerke in Deutschland entstehen zu lassen. Er sieht - angesichts steigender Energiepreise - darin ein adäquates Mittel, um Engpässe in der Energieversorgung zu verhindern.

HB BERLIN. Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) hat sich einem Zeitungsbericht zufolge angesichts steigender Energiepreise und möglicher Engpässe in der Energieversorgung für den Bau neuer Atomkraftwerke ausgesprochen.

Der von SPD und Grünen beschlossene Atomausstieg sei falsch und die Option Kernenergie müsse offen gehalten werden, berichtete die Zeitung „Die Welt“ am Donnerstag unter Berufung auf ein Strategiepapier der bayerischen Staatsregierung. Zudem werde die Möglichkeit des Ersatzes bestehender Kernkraftanlagen und bei Bedarf auch der Bau neuer Anlagen verlangt. Allerdings gebe es derzeit dazu keine Notwendigkeit.

Von wann das von der Zeitung zitierte Papier datiert ist, wurde in dem Bericht nicht erwähnt. Stoiber hatte bereits in den vergangenen Jahren den Atom-Ausstieg wiederholt kritisiert und dies auch mit der Gefahr steigender Strompreise begründet.

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