Strauß muss Pässe abgeben
Fluchtgefahr: Gericht belegt Strauß mit strengen Auflagen

Das Landgericht Augsburg befürchtet eine mögliche Flucht von Max Strauß ins Ausland. Nach ihrem Urteil gegen den Politikersohn erließ die Strafkammer einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr.

HB AUGSBURG. Gleichzeitig setzte das Gericht den Haftbefehl gegen strenge Auflagen außer Kraft. Strauß muss demnach seine Pässe abgeben, sich wöchentlich bei der Polizei melden, Auslandsreisen genehmigen lassen und jeden Wohnesitzwechsel unverzüglich dem Gericht mitteilen.

Das Gericht begründete die Annahme einer Fluchtgefahr mit den vielen internationalen Kontakten von Strauß sowie möglichen großen Vermögenswerten im Ausland. Dass Fluchtgefahr eine realistische Möglichkeit sei, habe man an dem inzwischen in Kanada lebenden Waffenhändler Karlheinz Schreiber sowie an dem nach fünfjähriger Flucht nun in Paris verhafteten Ludwig-Holger Pfahls gesehen, sagte der Vorsitzende Richter Maximilian Hofmeister. Trotz der Verurteilung zu drei Jahren und drei Monaten Haft muss Strauß die Strafe nicht gleich antreten, sondern erst, wenn sie nach einer Entscheidung über die von der Verteidigung angekündigte Revision rechtskräftig wird.

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