Strauß-Prozess
Geldstrafe bar im Jutesack beglichen

Max Strauß hat eine ungewöhnliche Form zur Begleichung einer älteren Strafe gewählt.

HB AUGSBURG. Zwei Tage vor seiner Verurteilung in Augsburg ließ er 300 000 Euro Geldstrafe aus einem anderen Verfahren bar zahlen. Sein Anwalt Wolfgang Dingfelder gab die Summe ordnungsgemäß bei der Münchner Justizkasse ab. „Herr Rechtsanwalt, waren Sie da mit einem schwarzen Koffer unterwegs?“, wollte der Vorsitzende Richter am Landgericht Augsburg am Mittwoch wissen. „Nein, mit einem Jutesack“, gab Dingfelder heraus.

Zu den 300 000 Euro Strafe war Strauß im April wegen Beihilfe zum millionenschweren Anlagebetrug der Wagab-Firmengruppe verurteilt worden. Er musste das Geld noch vor Ende seines Augsburger Verfahrens zahlen, um einer Gesamtstrafe aus beiden Prozessen zu entgehen. Wo das Geld herkam, wollte Dingfelder nicht verraten: „Die Quelle war nicht Herr Strauß“, sagte er lediglich. „Es war nicht sein Geld, es ist für ihn gesammelt worden.“

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