Street View
Aigner kritisiert Google wegen Pannen

Nach monatelangen Diskussionen ist vergangenen Donnerstag der Straßenfotodienst Street View online gegangen. Bundesverbraucherministerin Aigner kritisiert nun, dass Widersprüche nicht sorgfältig bearbeitet worden seine. Sie sieht den Megakonzern schwer beschädigt. Google selbst verweist auf die Beliebtheit des Onlinedienstes.
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HB BERLIN. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat dem Internetkonzern Google mangelnde Sorgfalt bei der Bearbeitung von Einsprüchen gegen den Straßenfotodienst Street View vorgeworfen. „Bei der Eile, mit der die Flut von rund einer Viertelmillion Widersprüchen bearbeitet wurde, ist leider die Sorgfalt auf der Strecke geblieben“, sagte die CSU-Politikerin. Google dagegen erklärte, das System zur Unkenntlichmachung von Gebäuden sei effizient.

Aigner sieht Google wegen nach ihrer Ansicht vielen Fehlern bei Street View schwer beschädigt: „In der Kommunikation des Projekts, aber auch bei der praktischen Umsetzung wurden viele Fehler gemacht, ganz klar. Die Fehlerquote ist auf den ersten Blick eindeutig zu hoch und aus meiner Sicht nicht akzeptabel. Das alles hat Google schwer geschadet.“

Google-Sprecher Kay Oberbeck dagegen erklärte am Sonntag, das System zur Unkenntlichmachung von Gebäuden greife sehr effizient. Auch die nachträgliche Meldung unerwünschter Bilder habe sich bewährt.

Zumeist würden sie innerhalb weniger Stunden unkenntlich gemacht. Zugleich berichtete der Sprecher von Google Deutschland von begeisterten Nutzern. „Die Nutzung von Google Maps in Deutschland hat seit der Einführung von Street View in der Spitze um 300 Prozent zugenommen.“

Der Straßenfotodienst mit Ansichten 20 deutscher Großstädte wurde von Google am Donnerstag freigeschaltet. Zuvor hatte es eine monatelange Diskussion gegeben. Kritiker fürchten unter anderem, dass Diebe die Bilder im Netz für das Ausspähen von Zielen nutzen könnten. Hausbesitzer und Mieter konnten noch vor dem Start beantragen, dass ihr Haus nicht gezeigt werden soll.

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