Streiks im öffentlichen Dienst

Fünf Gründe, warum die Lehrer Recht haben

Gleiche Arbeit, weniger Lohn: An Schulen gibt es ein Zwei-Klassen-System – je nachdem, ob ein Lehrer Beamter oder Angestellter ist. Daher gibt es heute Streik, viele Klassenzimmer bleiben leer. Warum das berechtigt ist.
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Lehrer läuten Warnstreikwelle ein

Düsseldorf200.000 Lehrer gibt es in Deutschland, die sich ungerecht behandelt fühlen könnten. Denn 200.000, rund ein Viertel aller Lehrer, sind nicht wie ihre Kollegen Beamten. Konkret bedeutet das für die Angestellten: weniger Geld, weniger Sicherheit, weniger Privilegien.

Es geht also ums Geld. Deshalb wird ab heute gestreikt. Betroffen sind vor allem Schulen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin und Sachsen-Anhalt. Denn die zweite Tarifrunde war am Freitag gescheitert. Die Gewerkschaften fordern 5,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 175 Euro mehr Gehalt – nicht nur für Lehrer, sondern auch für Mitarbeiter zum Beispiel beim Küstenschutz, an Uni-Kliniken oder in Landesverwaltungen.

Doch die Pädagogen wollen noch mehr, sie wollen, dass das Zwei-Klassen-System angeglichen wird: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert deshalb ein Ende der unbegründeten Befristungen. Und einen eigenen Tarifvertrag für Lehrer. Außerdem geht es um die betriebliche Altersvorsorge. Die Tarifverhandlungen werden Mitte März fortgesetzt. Bis dahin wird es noch mehrere Streiktage geben.

Handelsblatt Online erklärt, warum das bisherige Beamten-Angestellten-System ungerecht ist.

Punkt 1: Gleiche Arbeit, gleiches Geld

Zwar verdienen Lehrer in Deutschland im OSZE-Vergleich mehr als der Schnitt. Doch innerhalb Deutschlands gibt es (mindestens) ein Zwei-Klassen-System. Denn je älter die Schüler sind, desto mehr verdienen Lehrer. Gymnasialschüler sind nach dieser Logik mehr wert als Grundschüler.

Doch da ist noch das Problem mit dem Beamtenstatus. Denn die verbeamteten Lehrer verdienen laut Lehrerverband bis zu 500 Euro netto mehr pro Monat. Doch in der zu leistenden Arbeit gibt es keinen Unterschied zwischen Beamten und Angestellten.

Für verbeamtete Pädagogen gibt es noch weitere Privilegien: Sie sind privat Krankenversichert, sie zahlen keine Arbeitslosen- und keine Rentenversicherungsbeiträge, im Alter sind sie abgesichert. Hinzu kommt: Beamte sind unkündbar. Ganz anders als ihre angestellten Kollegen.

Punkt 2: Jahresverträge
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11 Kommentare zu "Streiks im öffentlichen Dienst: Fünf Gründe, warum die Lehrer Recht haben"

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  • Was ist das für n dämlicher Kommentar? Erstens gehts hier nicht um dt. Unternehmen, sondern um den Geldbeutel der Steuerzahler. Zweitens werden Tarifabschlüsse nicht gemacht, damit Wünschen des Auslandes nachkommt. Drittes, selbst wenn man 2. anerkennt, werden dem Ausland 5,5% Lohnerhöhung bei angestellten Lehrern nicht reichen. Frankreich und Italien werden erst zufrieden sein, wenn die Löhnabschlüsse so hoch sind, dass sie ihre Autos über den Preis besser verkaufen können als dt. Autohersteller.

  • Angestellt Lehrer verdienen nicht zu wenig. Die Beamten verdienen einfach zu viel bzw. haben zu viele Vergünstigungen. Hier gehts ausschließlich wieder darum, sich am Steuerzahler zu bereichern und die Politiker stimmen dem am Ende zu und der Durchschnittsangestellte muss wieder blechen. Bei ihm frisst die kalte Progression alles weg, wenn nicht sogar linke Parteien direkt n Stück tiefer in die Tasche greifen.

  • @ Nico Sturm,
    "...dass bei Beamten vom netto noch der Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag abzuziehen ist..."
    Das Beamteneinkommen ist, im Gegensatz zum Lohneinkommen, steuerlich Brutto gleich Netto zu werten.
    Es werden 0,2% Beiträge in die Pensionskassen einbezahlt und eine spätere Pension basiert auf das 70 % vom Einkommen aus den letzten Jahren.
    Es werden 18,9% Beiträge (AG+AN) in die Rentenkassen einbezahlt und eine spätere Rente basiert auf ca. 50 % von Lebenseinkommen.
    Man muss nicht Lehrer sein um die mathematische Unmöglichkeit (Pension/Rente) zu begreifen.
    Ob nun die Krankenkassenbeiträge u. Pflegeversaicherungskosten sowie die Kostenerstattung bei Pensionen gegenüber Renten bedeutsam sind dürfte kaum noch der Rede wert sein.
    Im übrigen:
    Der Gesetzgeber unterstellt Pflichtversicherten bis zur Beitragsbemessungsgrenze und Selbständigen zu Recht die Befähigung zu Eigenverantwortung auf ihre Altersversorgung.
    Für eine solche Eigenverantwortung sind Politiker (und deren Begünstigte) offensichtlich zu unbedarft. Da fließen jedenfalls Pensionen aus den Steuerhaushalt mit einem nach oben offenem Deckel.
    Naja; Deutschland hat ja auch nur (immer noch) weit über zwei Billionen EURO Staatsschulden.
    Ironie AN
    Wie kann das nur sein - Grübel???
    Ironie AUS!

  • Danke für die Umfrage. Ich bin der gleichen Meinung. Die Beamtung von Lehrern würde ich überpürfen. Die UNKüÜNDBARKEIT finde ich widerwärtig. Was nciht meint das der Gymnasiallehrer weniger verdiene sollte, aber die UNKÜNDBARKEIT finde ich nicht o.k. Ich habe in der DDR aus politschen Gründen nicht aufs Gymnasium gehen wollen. WEHRPFLICHT und schießen auf VERWANDTE BRD!

  • Danke für die Befragung. Das bestätigt meien Wahrnehmung. Den Statsu der Beamten würde ich überpüfen, vor allem wegen der Pensione. Die Undkündabrkleti finde ich persönlich widerwärtig.

  • Danke für die Umfrage. Das bestätigt meine Meinung. Um die Kommunem zu enlasten würde ich auf jeden Fall den Beamtensttus bei Lehrern überprüfen, weil die UNKÜndbar

  • "Es dürfen prozentual nicht mehr als das doppelt so viele Parlamentarier in den Bundestag einziehen, wie sie Anteil an der Gesamtbevölkerung haben. " Das ist doch so. Was war Ihr Einwand? Schauen Sie doch in den Bundestag. Da sitzt doch kaum noch ein Abgeordneter. Und wenn Dr. Norbert Lammert nicht der Präsident wäre, dann ging er wahrscheinlich auch wie Peer Steinbrück im Ausland einem Zweitjob nach.

  • Wenn man nur mal verstehen würde, dass bei Beamten vom netto noch der Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag abzuziehen ist, dann weiß man, dass 500 Euro zwar auf dem Blatt stimmt, jedoch nicht die gleiche Basis zwischen Beamten und Angestellten darstellt. Und zur Info: ich bin Angestellter und kein Beamter.

  • Schon mal aufgefallen, dass die Zweiklassengesellschaft für jeden Arbeitnehmer, Freiberufler und Selbstständigen, im Vergleich zu Beamten, gilt. Verdi sollte dafür kämpfen, dass Abschlüsse nicht mehr für Beamte übernommen werden. Ein 63 jähriger Beamter erhält aus 100 € Besoldungserhöhung, bereits 2 Jahre später, ca.70,--€ mtl. Pension. Dafür muss der Normalbürger ca. 12 Jahre über 120,-- monatlich in eine Rentenversicherung einzahlen. Bei 3500 € Pension sollte Schluss sein. Selbstständigen gesteht man mit 20000 € steuerfreien Jahresbeiträgen p. a. auch nur eine Absicherung, die max. bei 1800 € liegt, wenn man früh genug damit anfängt. . Die Argumentation, dass der Staat den Beamten alimentieren muss, rechtfertigt keine Luxuspensionen. Rechnet man die Pensionsansprüche von Beamten zurück auf Bruttogehälter von AN, kommt man auf Besoldungen mit Faktor 2,5 bis 3. Soviel ist die Leistung von kaum einem Beamten Wert. Damit sich in diesem Land etwas ändern wird, muss als erstes eine Quote im Bundestag her. Es dürfen prozentual nicht mehr als das doppelt so viele Parlamentarier in den Bundestag einziehen, wie sie Anteil an der Gesamtbevölkerung haben.

  • Die Ungleichbehandlung lässt sich leicht beseitgen, indem endllich der Beamtenstatus für Lehrer abgeschafft wird. Beamtenstatus sollte hheitlichen Aufgaben brobehaltenbleiben: Justiz, Polizei, Steuern - fertig. Lehrer sind nicht hoheitlich tätig, auch wenn sie sich so aufführen mögen. Und die Bezahlung verbeamteter Lehrer im Verhältnis zum Rest der Welt exorbitant hoch. Hier ist Spielraum nach unten, und zwar kräftig -> Problem gelöst. Zum System "Schule" verweise ich auf meine Stellungnahme zum "Streikartikel" von heute Vormittag.

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