Streit mit Steinbrück
Bochumer Stadtwerke machen Rückzieher

Nachdem Peer Steinbrück juristische Schritte gegen die Bochumer Stadtwerke einleitete, gab das Unternehmen dem SPD-Kanzlerkandidaten nun doch recht. Es habe keine Absprachen über die Spende seines Honorars gegeben.
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Hamburg/Bochum/BerlinIm Streit mit SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück über die angeblich vereinbarte Spende eines Vortragshonorars haben die Bochumer Stadtwerke einen Rückzieher gemacht.

Anders als zuvor behauptet habe es keine Absprachen der Stadtwerke mit Steinbrück gegeben, dass dieser ein Honorar in Höhe von 25.000 Euro einem karitativen Zweck hätte spenden müssen, teilten die Stadtwerke am Sonntag mit. "Wir bedauern, dass es in diesem Zusammenhang zu Irritationen gekommen ist", hieß es weiter. Zuvor hatte das Unternehmen eine von Steinbrück geforderte Unterlassungserklärung unterzeichnet.

Die Honorare der Veranstaltungsreihe würden mit der Erwartung verknüpft, dass das Honorar ganz oder teilweise einem wohltätigen Zweck zugeführt werde. "Im konkreten Fall bei Herrn Steinbrück ist es jedoch versäumt worden, Herrn Steinbrück davon in Kenntnis zu setzen", schrieben die Stadtwerke am Sonntag auf ihrer Webseite. Dies sei auf Kommunikationsschwierigkeiten zwischen den Stadtwerken Bochum und dem Dienstleister der Veranstaltungsreihe "Atriumtalk" zurückzuführen.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte zuvor berichtet, dass Steinbrück juristisch gegen die Stadtwerke vorgegangen sei. Auch ein Sprecher des Politikers bestätigte einen "juristischen Kontakt" zwischen dem SPD-Politiker und den Stadtwerken.

Unterdessen stellt sich SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier in der Debatte um die Nebenverdienste hinter den Kanzlerkandidaten seiner Partei. „Ich finde diese Debatte an diesem Wochenende - lassen Sie es mich mal so sagen - nicht nur heuchlerisch, sondern in vieler Hinsicht böswillig“, sagte Steinmeier am Sonntagabend im „Bericht aus Berlin“ der ARD.

Er reagierte damit auf Berichte, dass Steinbrück in der laufenden Wahlperiode insgesamt rund zwei Millionen Euro nebenbei verdient habe. Zu den Honoraren für Vorträge von 1,25 Millionen Euro, die Steinbrück selbst veröffentlicht hat, kommen demnach vor allem noch Buchhonorare von mindestens einer halben Million Euro.

 
Agentur
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  • Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Wenn Steinbrück seine Nebeneinkünfte veröffentlichen soll, dann würde es doch reichen, seine Einkünfte aus seinem Bundestagsmandat anzugeben. Das andere sind doch seine Haupteinkünfte, und deren Veröffentlichung wird nirgends verlangt.
    Er ist im Hauptberuf (verbaler und schriftlicher) Publizist, und dazu noch Nebenerwerbs-Bundestagsabgeordneter.
    Warum soll er denn auch im Bundestag oder Ausschüssen Reden halten, wo die doch überhaupt nicht bezahlt werden?

  • Ja,ja...rückwirkend wird in der Politik immer nach
    Lösungen gesucht um Verfehlungen zu legalisieren -
    verlogene Bande.

  • @ Falk,
    einverstanden.
    Wenn der Vortand nicht weis was sich in seinem Haus abspielt, oder sich politischem Druck beugt, wäre eine leistungsgerechte Entlohnung angesagt.
    Die Frage wäre dann allerdings, wovon die Vorstände dann leben wollen.
    Werden solche "Reden" von den Vorständen der Stadtwerke oder über die Kosten vom Bürger bezahlt? Im letzeren Fall, was für einen Nutzen hat der Bochumer Bürger aber von solchen "Reden"?
    Ganz bewusst habe ich hier keine Personen beannt.

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