Streit über Gästeliste: Altmaier sagt Teilnahme an neuer Raab-Sendung ab

Streit über Gästeliste
Altmaier sagt Teilnahme an neuer Raab-Sendung ab

Mit neuen TV-Formaten ist Stefan Raab zum Show-Star geworden. Doch sein neues Vorhaben - ein Polit-Talk - steht unter keinem guten Stern. Grund sind Irritationen über die Gästeliste. Ein prominenter Gast sprang jetzt ab.

BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier hat seine Teilnahme an Stefan Raabs neuer Politik-Talkshow überraschend abgesagt. Das sagte ein Sprecher des Ministers Handelsblatt Online. Hintergrund ist die Begründung für die Ausladung des Grünen-Fraktionsgeschäftsführers Volker Beck aus der Sendung. In der Handelsblatt Online vorliegenden Absage-Mail des Altmaier-Sprechers Dominik Geißler heißt es dazu, Altmaier wäre zur Teilnahme an der Sendung bereit gewesen, weil die Energiewende ein Schwerpunkt der Diskussion sein sollte. "Nach den unzutreffenden Darstellungen der letzten Tage, wonach Herr Altmaier angeblich auf der Ausladung eines der Teilnehmer bestanden hätte, sehen wir zu unserem Bedauern keine Basis mehr für eine Teilnahme an dieser Sendung am kommenden Sonntag."

„Eine Assistentin von Stefan Raab hat die Ausladung von Herrn Beck zunächst damit begründet, dass es dabei um die Augenhöhe der Gäste ging“, sagte Becks Büroleiter Sebastian Brux Handelsblatt Online. „Auf unsere Nachfrage hin wäre aber Altmaier nicht gekommen, wenn Beck auch Gast gewesen wäre.“ Der Minister hatte der Darstellung der Raab-Assistentin am Mittwoch via Twitter widersprochen und erklärt: „Die Behauptung ist schlicht falsch. Ich bin mit Volker Beck befreundet, war mit ihm in vielen Talkshows und werde das gerne auch wieder tun.“

Am Donnerstag legte Altmaiers Sprecher Geißler nach. Es sei "absurd" und "unglaublich", dass behauptet werde, sein Minister habe für eine Ausladung des Grünen gesorgt. "Herr Altmaier hat jetzt abgesagt, weil die Planung der Sendung geändert worden ist", sagte er zu "Spiegel Online". Beck twitterte nach Bekanntwerden der Altmaier-Absage: "Ich glaube eigentlich, dass Raab so etwas kann. Aber die Redaktion scheint überfordert."

Die erste Ausgabe der Raab-Sendung "Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen" soll am Sonntag (11. November, 22.45 Uhr) ausgestrahlt werden. Raab hatte zuvor auf einer Pressekonferenz in Hamburg noch Zweiflern versichert: „Ich sehe schon, Sie glauben nicht, dass da Leute hinkommen. Machen Sie sich keine Sorgen!“ Das Feedback sei positiv. „Uns wird gerade die Bude eingerannt - wir haben im Prinzip die freie Auswahl.“

Dass das nur die halbe Wahrheit war, belegt eine Email der Redaktion von Brainpool TV an die Pressestelle des Bundesumweltministers. In dem Schreiben vom 26. Oktober heißt es: „Für die Sendung, am 11. November, haben bereits folgende Politiker zugesagt: Wolfgang Kubicki von der FDP, von der Piratenpartei wird  Johannes Ponader dabei sein, die SPD wird Ihre Position mit Andrea Nahles oder Hannelore Kraft besetzen. Zudem wird eine junge Frau (aus der Mittelschicht) mitdiskutieren und mit Ihrer Meinung die Zuschauer vertreten.“

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Die Raab-Redaktion spielt ein "falsches Spiel"

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