Streit um 20 Jahre alte Maschinen
Fischer hat erneut Panne mit Regierungsflugzeug

Eine hartnäckig brennende Warnleuchte im Challenger- Regierungsflugzeug hat heute dazu geführt, dass Außenminister Joschka Fischer erst mit stundenlanger Verzögerung zu seinem Besuch ins Kosovo fliegen konnte.

HB PRIZREN. Fischer hatte sich zuvor in Albanien aufgehalten, wo er am Dienstag in der an einem Treffen der Außenminister von fünf Balkanstaaten teilgenommen hatte. Das Programm für den eintägigen Besuch im Kosovo musste nun geändert werden. Fischer flog zunächst nach Prizren, um dort das Bundeswehrkontingent der internationalen Kosovo-Schutztruppe (KFOR) zu besuchen.

Technische Probleme mit den stark ausgelasteten und fast 20 Jahre alten Challenger-Kleinflugzeugen der Luftwaffe gibt es immer wieder. Ende Januar hatte ein Flugzeug mit Fischer an Bord kurz nach dem Start in Berlin notlanden müssen, nachdem es im Cockpit zu Rauchentwicklungen gekommen war. Vor kurzem war auf einem Flug nach Madrid in 11 000 Meter Höhe die Außenschicht einer Scheibe geborsten.

"Was muss eigentlich noch passieren, ehe die Flugbereitschaft neue Maschinen bekommt?", hätte sich Fischer nach der Notlandung in Berlin ereifert, berichtete unlängst der "Spiegel". "Muss ich erst im Sarg im Weltsaal des Auswärtigen Amtes aufgebahrt werden?"

Bereits im Februar hatte Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) daher prüfen lassen, ob für die Regierung zusätzliche Flugzeuge angemietet werden können. Da die Auslastung der Luftwaffen-Flotte für politische Reisen stark zugenommen habe, werde nachgedacht, ob ihr Umfang ausreiche, sagte Strucks Sprecher. Falls Leasing-Modelle in Frage kämen, sei dies "schnell machbar".

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