Streit um Dieter Nuhr
Ermittlungen gegen Kabarettisten eingestellt

Ein Muslim hat Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze angezeigt. Doch die Staatsanwaltschaft kann keine „fremdenfeindlichen Gesinnung“ beim Kabarettisten feststellen. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt.
  • 7

HamburgDas Ermittlungsverfahren gegen den Kabarettisten Dieter Nuhr wegen angeblicher Islam-Hetze wird eingestellt. Die Staatsanwaltschaft habe die Kunstfreiheit gegen den Schutz von Religionsgemeinschaften abgewogen und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Osnabrück, Alexander Retemeyer, der Nachrichtenagentur dpa.

Zuvor hatte der Radiosender NDR Info darüber berichtet. Ein Sprecher des Norddeutschen Rundfunks teilte am Mittwoch mit, die Staatsanwaltschaft habe die Einstellung damit begründet, dass es für die Erfüllung des Volksverhetzungsparagrafen in den Werken von Nuhr an der „fremdenfeindlichen Gesinnung“ fehle.

Auch das Kriterium der Beschimpfung einer Religionsgemeinschaft sei nicht erfüllt, da es sich erkennbar um Satire handele. Ein Muslim aus Osnabrück hatte Nuhr angezeigt. Der 54-Jährige hat sich wiederholt kritisch mit dem Islam auseinandergesetzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Streit um Dieter Nuhr: Ermittlungen gegen Kabarettisten eingestellt"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @Jens Muche
    Zustimmung!
    "Es wird dabei bewußt ausgeblendet, daß es sich auch um Bürger dieses Landes handelt, die mit ihrem Protest auf die Zustände im Land hinweisen, wie z.B. auch die Pro-Parteien in NRW."
    Bingo! Es ist zum K.tzen, wie die "veröffentlichte Meinung" den Leuten einredet, wie schlimm die Demo in Köln gewesen sein soll, während bei jeder Krawallaktion z.B. zum 1. Mai weitaus größere Schäden und weitaus mehr Verletzte inzwischen "normal" sind. (s. pi!)

  • @ Willi Kammschott „Wenn die Politik nichts tut, werden es die Hooligans tun.“

    Die „Politik“ handelt im Auftrag von Hintergrundmächten die in der Wallstreet und der Londoner City zu finden sind. Diese Mächte verdienen an durch sie inszeniertem Chaos, dazu gehört auch die ungeregelte Zuwanderung Kulturfremder, besonders nach Deutschland. Es soll vollendet werden, was durch zwei, von denen angezettelten Weltkriegen nicht gelang, die Vernichtung der Deutschen. Sie können dies als Verschwörungstheorie benennen, die deutsche Geschichte schreibt dazu etwas anderes, allerdings nur durch Historiker, die nicht staatlich bestallt sind und die dürfen natürlich nicht im ÖR auftreten und werden i.d.R. nicht rezensiert; jedenfalls nicht in den „Systemmedien“.
    Die Hooligans werden von der untätigen Politik als Störenfriede stigmatisiert und kriminalisiert, die Systemmedien arbeiten sich an ihnen ab und tun so, als seien sie die Ursache der Zustände. Es wird dabei bewußt ausgeblendet, daß es sich auch um Bürger dieses Landes handelt, die mit ihrem Protest auf die Zustände im Land hinweisen, wie z.B. auch die Pro-Parteien in NRW. Das ist natürlich für die, die diese Zustände geschaffen bzw. das Werden dieser Zustände nicht kritisch durch Wort und Bild angeprangert haben, mehr als unangenehm, denn die Protestierer weisen auf die Ursachen hin, die Getroffenen wollen aber nur sie als Wirkung bekämpfen und denen am liebsten verbieten darauf hinzuweisen. Biedermann und die Brandstifter lassen grüßen.
    Ich sehe nicht schwarz, denn bei vielen jungen Menschen regt sich ebenfalls Widerstand.

  • Sie haben Recht, das wird wohl leider kaum stattfinden.
    Ich sehe insgesamt sehr "schwarz" für DE!! ):
    Aber wieviele andere Möglichkeiten gibt es noch?
    Ich sehe da großen Handlungsbedarf auf diejenigen Menschen zukommen, die sich das alles nicht mehr gefallen lassen wollen. Wenn die Politik nichts tut, werden es die Hooligans tun. Vielleicht die letzte Chance...!?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%