Streit um Stromautobahnen
Aigner lehnt Vorfestlegungen bei Trassen ab

Die Betreiber der Stromnetze warnen: Ohne neue Supertrassen wird der Traum von der Ökostrom-Republik irgendwann zerplatzen. Lässt sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer davon beeindrucken?
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BerlinDer Konflikt um neue Stromautobahnen für die Energiewende spitzt sich zu. Die bayerische Landesregierung hat weiter Bedenken gegen große Trassen, die Wind- und Braunkohlestrom vom Norden in den Süden Deutschlands bringen sollen. Als Reaktion auf neue Vorschläge der vier Übertragungsnetzbetreiber, die an geplanten Höchstspannungsleitungen festhalten und eine Ost-Süd-Trasse sogar deutlich verlängern wollen, sagte die Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) der Deutschen Presse-Agentur: „Eine Vorfestlegung auf bestimmte Trassen ist damit nicht verbunden.“ Es bleibe beim mit der Bundesregierung vereinbarten Fahrplan.

Die vier deutschen Netzbetreiber Tennet, Amprion, 50hertz und TransnetBW hatten in den vergangenen Monaten wegen der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und geänderter Ausbauziele vor allem bei der Windkraft die Netzplanungen für die nächsten zehn Jahre überprüft. An diesem Dienstag wird ihr Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag, für einen neuen Netzentwicklungsplan (NEP) offiziell veröffentlicht.

Der Plan muss von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt werden. Anschließend müssen Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat bewerten, ob das Bundesbedarfsplangesetz, das 2013 auch mit den Stimmen Bayerns beschlossen worden war, noch einmal entsprechend ergänzt wird. Aigner machte deutlich, dass niemand Bayerns Einwände ignorieren könne: „Die Bundesregierung hat zugesagt, die bayerische Stellungnahme deutlich zu berücksichtigen.“

Der Freistaat werde im Frühjahr 2015 eine Stellungnahme zum NEP abgeben, in die auch die Erkenntnisse aus dem gerade begonnenen Energiedialog mit den bayerischen Bürgern einfließen würden. In vielen Kommunen haben sich längst Bürgerinitiativen gegen „Monstertrassen“ gegründet. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat die Netzpläne wiederholt infrage gestellt.

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  • Der deutsche Sonderweg
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    Erst hatte das Merkel die Laufzeiten für AKWs auf 2032 verlängert, dann kam Fukushima. Über Nacht hatte sie dann den Atomausstieg beschlossen.
    Alte Kraftwerke mussten sofort geschlossen werden, neue Kraftwerke spätestens 2022.
    Seitdem setzt sie auf EE. Der Strompreis geht durch die Decke, eine störungsfreie Grundversorgung ist nicht mehr sicher, mit Blackouts ist zu rechnen.

    Aber für die EE gibt es noch keine Speichermöglichkeiten.
    Für die Offshore-Windmühlen fehlen noch die Stromtrassen.
    Keiner will wohl eine Windmühle oder einen Hochspannungsmast in seinem Vorgarten.

    Und da Sonne und Wind unzuverlässig sind, brauchen wir natürlich auch Backup-Kraftwerke. Und die kosten natürlich auch Geld!

    Und jetzt sollen die Bayern für diesen "Zufallsstrom zahlen!
    Bayern will sich nicht die Landschaft verschandeln lassen, und da haben sie recht. Sie zahlen schon über 4,3 Milliarden ein, Tendenz steigend.

    Warum verbrauchen die "Nordländer" ihren Strom nicht selbst?
    Die "Ostländer" wollen über diese Stromtrassen ihren Braunkohlestrom nach Bayern exportieren.

  • Ich bin so froh, dass bei uns der Strom aus der Steckdose kommt.

  • Immer diese Bayern.
    Irgendwer muss doch diesen mit Steuergeldern finanzierten Wind- und Kohlestrom aud Nord- und Ostdeutschland abnehmen. Und natürlich bezahlen. Und da hat man sich eben die Bayern ausgeguckt.

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