Streit um TV-Duell Steinbrück-Merkel
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Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will es wissen. Er hat Kanzlerin Angela Merkel aufgefordert sich mit ihm mindestens zwei TV-Duelle zu liefern – Merkel kontert über den Regierungssprecher. Ein Duell genügt ihr vollkommen.
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BerlinManchmal ist Peer Steinbrück wie Lucky Luke. Er zieht schneller als sein Schatten. Schießt sein loses Mundwerk drauf los, müssen er und die SPD die Worte hinterher oftmals wieder mühsam einfangen. Wie die Aussagen zur Angemessenheit des Kanzlergehalts und zum Frauenbonus der Kanzlerin. Nun aber, nach dem rot-grünen Wahlsieg in Niedersachsen, hat der Kanzlerkandidat offenbar verstanden, dass die Worte desjenigen, der Kanzler werden will, eine andere Resonanz haben. Er ist vorsichtiger geworden, aber auch entspannter. Die Kritik-Karawane ist weitergezogen zu FDP-Spitzenmann Rainer Brüderle.

Nach Wochen der Selbstverteidigung hat Steinbrück nun vor Journalisten im Willy-Brandt-Haus skizziert, wie er sich das Duell mit der Kanzlerin vorstellt. Er würde gerne mindestens zweimal mit gezücktem rhetorischen Colt zum High Noon erscheinen. Doch die lässt ihn prompt abblitzen. „Die Bundeskanzlerin sieht keinen Grund, von ihrer Tradition der Jahre 2005 und 2009, jeweils eine TV-Debatte zu führen, abzuweichen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstagmittag. „Alles Weitere wird zu gegebener Zeit geklärt werden können.“ Der 66-Jährige fürchtet, dass Merkel wieder einen Sphinx-Wahlkampf machen könnte: schwer zu greifen und Themen der SPD kopierend. 2009 kam es beim TV-Duell zu einer „4:2-Lösung“ mit vier Fragestellern und zwei Kandidaten. Das Aufeinandertreffen brachte Vorteile für Frank-Walter Steinmeier, was die SPD aber auch nicht vor dem 23-Prozent-Debakel bei der Bundestagswahl bewahrte.

Steinbrücks Stärke ist das blitzschnelle Denken, sein Wortwitz, ein TV-Duell könnte ihn im direkten Vergleich mit Merkel nach vorn bringen. Aber eine flapsige Bemerkung könnte wiederum auch alles vermasseln. 2005 als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident nutzten ihm die Duelle mit CDU-Herausforderer Jürgen Rüttgers - damals ließ er sich als Regierungschef auch auf zwei ein. Umfragen ergaben nach dem zweiten Duell, dass Steinbrück klar an Zustimmung gewann, statt zuvor 37 sprachen sich nun 47 Prozent für ihn als Ministerpräsidenten aus, Rüttgers verlor an Zustimmung. Doch am Ende war Steinbrück gegen den Bundestrend machtlos, Rot-Grün verlor.

Merkel behandelt Steinbrück bisher wie Luft. Der fürchtet, dass Merkel präsidial lieber auf Gipfeln und roten Teppichen glänzen wolle, statt sich der inhaltlichen Debatte zu stellen. Der frühere Bundesfinanzminister will daher frühzeitig Merkel dazu treiben, dass sie nicht ihre Strategie vom Wahlkampf 2009 wiederholen kann.

Kommentare zu "2:1"

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  • Diese Propagandashow bitte aber selber bezahlen, mit auf unsere GEZ-Kosten; bei beim Vortragsmillionär Peer dürfte dies ja auch kein großes Problem sein; notfalls sind ja da auch noch seine Bilderberger-Freunde ;-)

  • Wieder mal typisch, Schwätzereien im Vordergrund, ausschließlich. Wenn er schon in die Öffentlichkeit geht, sollte er, um Glaubwürdigkeit zu rüber zu bringen, Sachthemen in den Vordergrund stellen und wie diese verwirklichen will. Diese würden die potentiellen Wähler (Öffentlichkeit) dringend brauchen, um eine Lusche und Schwätzer von einem wirklichen Macher unterscheiden, wählen und an seinen Versprechen messen zu können. Wer nur Sprechblasen produziert darf sich nicht wundern, wenn er sehr wenig Stimmen bekommt und als Top-Schauspieler im Kasperle-Theater wahrgenommen wird.
    Nach den bisherigen Patzern und der extremen Extrovertiertheit muß er schon Einiges gut tun, um sachlich und souverän rüber zu kommen.

  • Über diesen Schwätzer braucht man keine Kommentare.
    Laßt ihn endlich verschwinden.

  • Steinbrück will....typisch, er will immer nur etwas für sich - höheres Kanzlergehalt, mehr Einfluss etc. - aber er muss lernen zu dienen, nämlich dem Volk - nicht dem eigenen Portemonnaie. Womit will er seine Forderung begründen? Mit seiner Leistung im Aufsichtsrat der WestLB, diese in den Konkurs zu bugsiert zu haben, auf Kosten der Steuerzahler?
    Um seine Dummlaberei zu ertragen reicht ein TV-Duell vollkommen aus - man muss es sich noch nicht einmal ansehen
    -wird nur reine Phrasendrescherei.

  • Steinbrück will mindestens zwei TV-Duelle!
    Frage an H. Steinbrück, a. wer bezahlt diese Auftritte im Fernsehen?
    B. wie viel erhalten sie für ihr Auftreten?
    C. wollen die mündigen Bürger überhaupt so einen verlogenen (US) Auftritt? Mir reicht jetztschon ihre kapriolen in allen Medien.
    Es hat sich doch nun herausgestellt, alles was Politiker dem Wahlvolk vor der Wahl versprechen, ist unaufrichtig und kann hinterher nicht eingeklagt werden.
    Weiter muss gefragt werden, ist dies mit der EU-Kommission und den Siegermächten sowie den Bilderberg abgeklärt???
    Ich bitte den Zensor des HB, meine Meinung so zu Akzeptiren.

  • Vier Kommentare; und immer reduziert sich die ganze Kritik mehr oder weniger auf GELD! GELD!! GELD!!
    Wirklich armselig!

  • Worauf sonst? Am Ende muß der Arbeitnehmer alles bezahlen. Ob sozialer Wohnbau für Tranfsgeldempfänger, "Tilgungsfonds" etc. für Südländer, höherer HartzIV-Satz, mehr Bildung, mehr soziale Stadt, Elektroautos, Krötentunnel, Kita-Plätze,...Am Ende, egal worum es geht, steht die Frage nachdem lieben Geld, auch Zeit muß man sich erkaufen, da man ja keine Zeit zum arbeiten hat, um Steuern zu verdienen.

  • Ich bin auf die Inhalte gespannt. Wenn ihm da nicht mehr einfällt als das, was hier an Bemerkungen zu lesen ist, dann kann er es auch bei Null Fernsehduellen lassen. Schlechte Sendungen im TV gibt es schon genug.
    Und 5 Mio. Hausbesuche vor der Wahl. Ist das eine Drohung? Da werden die Zeugen Jehovas sicher blass vor Neid. Ich bin gespannt wann ich von wem besucht werde ...

  • Da guck ich lieber 1000 Stunden Dick & Doof, als mir das anzutun.

  • Wer etwas nicht in einem "Duell" 'rüberbringen kann wird es auch nicht in einem Zweiten zu leisten vermögen.

    Peer Steinflasche Sozi: nehmen se mal den stock aus dem Hintern.

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