Strengere Überprüfungen
Arbeitsämter kommen mehr Scheinarbeitslosen auf die Schliche

Die deutschen Arbeitsämter kommen immer mehr Scheinarbeitslosen auf die Schliche. Als Folge strengerer Überprüfungen hätten Mitarbeiter in diesem Jahr deutlich mehr Fälle von so genanntem Leistungsmissbrauch aufgedeckt, berichtete eine Sprecherin der Bundesanstalt für Arbeit am Donnerstag.

HB/dpa NÜRNBERG/STUTTGART. Dabei hätten die Betroffenen Arbeitslosengeld oder -hilfe kassiert, obwohl sie regulär beschäftigt waren. Die Sprecherin bestätigte damit einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag). Nach ihren Angaben haben im ersten Halbjahr 2003 mehr als 113 000 Männer und Frauen zu Unrecht Geldleistungen von den Arbeitsämtern bezogen. Im vergangenen Jahr seien es zu diesem Zeitpunkt knapp 84 000 gewesen.

Für das Gesamtjahr 2003 erwartet die Bundesanstalt rund 225 000 Fälle von Leistungsmissbrauch. Im gesamten vergangenen Jahr seien es rund 185 161 gewesen. „Wir prüfen zielgerichteter als früher“, begründete die Sprecherin die gestiegene Zahl der Fälle. Bundesweit sind rund 3000 Mitarbeiter mit so genannten Arbeitsmarktinspektionen erfasst.

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