Strom wird nach Plänen von E.ON und RWE zum 1. Januar teurer
Trittin ist gegen Strompreiserhöhung

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die von den großen Stromkonzernen zum Jahreswechsel geplante Anhebung der Strompreise für Millionen von Kunden scharf kritisiert. Er appellierte an die Länder, die Preissteigerungen zu verhindern.

HB BERLIN. „Die Abzocke geht weiter, auch diese neue Strompreisrunde ist durch nichts zu rechtfertigen“, sagte Trittin der „Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht vom Samstag. „Ich fordere die Länder-Wirtschaftsminister auf, das nicht mitzumachen und ihre Genehmigung für die Tariferhöhung zu verweigern.“

E.ON und RWE hatten am Freitagabend Anträge auf die Genehmigung von Tariferhöhungen bestätigt. Zu erwarten seien laut einem Bericht der „Berliner Zeitung“ Steigerungen von bis zu sechs Prozent. Ein Sprecher von RWE bestätigte die Pläne zur Beantragung höherer Strompreise, machte aber keine Angaben zur Höhe der Steigerungen. Bei E.ON war zunächst keine Stellungnahme erhältlich. Hintergrund der geplanten Preiserhöhungen seien unter anderem Anstiege bei den Bezugskosten und den Großhandelspreisen, argumentierten die Konzerne.

Bei RWE seien von der geplanten Erhöhung die Kunden der Versorger Rhein-Ruhr (Essen), Westfalen-Weser-Ems (Dortmund), Lech-Werke (Augsburg), Süwag (Hessen), VSE Energis (Saarland), Envia (Chemnitz), Kevag (Koblenz) und Ele (Gelsenkirchen) betroffen. Bei E.ON gehe es um die Töchter EAM Energie (Kassel), Edis (Fürstenwalde), Avacon (Helmstedt) E.ON Hanse Qickborn), E.ON Westfalen Weser Ems (Paderborn) und Theag (Erfurt).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%