Stromkosten Koalition will Mittelstand beim EEG entlasten

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler unterstützt eine Initiative seines neuen Kollegen Peter Altmaier. Der will kleine und mittlere Betriebe bei der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz entlasten.
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Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU). Quelle: dapd

Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU).

(Foto: dapd)

PassauDie schwarz-gelbe Bundesregierung will den Mittelstand und das Handwerk im Rahmen der Energiewende bei den Stromkosten entlasten. „Die kleinen und mittleren Unternehmen, gerade im Handwerk, leiden zunehmend unter hohen Strompreisen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) der „Passauer Neuen Presse“ vom Samstag. Er unterstütze Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), wenn dieser für Entlastungen bei der Umlage aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sorgen wolle.

Altmaier hatte angekündigt, mit dem Handwerk über niedrigere Schwellen für kleine und mittlere Betriebe und eine Entlastung bei den Energiekosten sprechen zu wollen. Auch der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, Ernst Hinsken (CSU), forderte in der "Passauer Neuen Presse", mehr Betriebe aus dem Mittelstand von der EEG-Umlage zu befreien. Gerade die Energiekosten von Handwerksbetrieben seien in den vergangenen Jahren enorm angestiegen.

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18 Kommentare zu "Stromkosten: Koalition will Mittelstand beim EEG entlasten"

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  • Übrigens ich beziehe ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien und spare zudem dabei. Im letzten Jahr habe ich 160 € gegenüber normalen Versorger und konventioneller Energie gespart. Das wiegt die EEG-Umlage mehr als auf. Vergleichen lohnt, auch für Gas.

    Aber ich finde auch, dass der Staat den Bürger etwas entlasten könnte. Z.B. Steuer runter auf 7 % für Gas und Strom, Stromsteuer von 2 % bitte ebenfalls weg. Das würde den Haushalt gerade mal mit 6 Mrd belasten und Bürger und Unternehmer deutlich entlasten.
    Damit wäre die Akzeptanz für die Energiewende wohl größer. Aber das ist ja gerade das Kalkül der schwarz-gelben Regierung, sie wollen keine Akzeptanz für die Energiewende, weil sie das nie wollten.

  • @MaWo In der Asse wurde radioaktives Kalium abgebaut, das Bergwerk war also schon vorher kontaminiert. Die Erdwärme die man in den Bergwerken bemerkt, stammt übrigens auch aus Radioaktivität. All das sollte doch zeigen daß Strahlung natürlich ist, und demzufolge gar nicht so gefährlich sein kann - wie sonst hätten Mensch und Tier solange überlebt?
    Aber selbst wenn man es als gefährlich betrachtet. Die Asse war sicher. Angefangen von unordentlich aufgehäuften Müllfässern, zum Wassereintritt, zum Verrosten der Fässer - all diese Dinge sind planmässig. Die Idee des Endlagers ist, daß auch nach Tausenden von Jahren, wenn Stahl und Beton zerfallen sind, die Kontamination noch unter der Erde bleibt.

    @DubWise Wäre die Energiewende/das EEG die einzige Belastung die die Politik uns aubürdet, hätte ich persönlich kein so großes Problem damit. Wenn man im Wohlstand lebt, kann man sich auch etwas (vermeintlichen) Umweltschutz/Klimaschutz leisten. Leider haben wir schon 70-75% Abgabenquote für unsubventionierte Berufstätige, und da hört der Spass auf, die Energiewende obendrauf können wir uns nicht mehr leisten.

  • kann mich GSG nur anschließen. Wahrlich durchsichtiges Mannöver.
    Fairerweise müßte man bei einer Entlastung von Gewerbe und Handwerk aber auch die aufgrund der EEG-Erzeugung niedrigen Großhandelsstrompreise berücksichtigen, von denen die Industrie - zusätzlich zur Befreiung von der EEG-Umlage - und zu einem großen Teil auch Gewerbebetriebe schon seit Jahren profitieren. Bei der Industrie muss man also die effektiv erfolgende Subventionierung stoppen. Davon reden aber nur wenige.Hier wird aus purer Angst vor der eigenen Courage Angst geschürt. Dabei zeigen die stetig sinkenden Kosten der Erneuerbaren dass wir auf einem guten Weg sind. Jetzt sollte uns der Mut nicht verlassen. Die Chancen sind enorm. Das Risiko überschaubar.

  • Durchschaubare Strategie
    Erster Schritt: die Investitionskosten der Energiewende auf immer weniger Stromkunden umlegen;
    Zweiter Schritt: Dann die hohe EEG-Umlage als Zeichen einer teuren Energiewende proklamieren;
    Dritter Schritt: Behauptung Aufstellung, dass die Energiewende Luxus ist und zu Lasten der ärmeren Bevölkerungsschichten gehen.
    Fest steht: die Stromgestehungskosten für Wind auf Land, Solar und Biomasse fallen von Jahr zu Jahr, die Kosten für konventionelle steigen jährlich. Es geht lediglich um reine Machtinteressen.

  • Die Gebiete um Fukushima sind sicherlich unterschiedlich stark kontaminiert. Aber das es dort so sicher ist, wie im Schwarzwald ist eine dreiste Lüge.
    Die Katastrophe in Tschernobyl hat dazu geführt, dass ein großer Teil von Weißrussland unbewohnbar ist. Zigtausende Menschen leiden bereits und noch mehr werden in der Zukunft unter den gesundheitlichen Schäden durch die Kontaminationen leiden. Das hier zu verharmlosen finde ich schon krass.

    Dieses ganze Risiko für welchen Nutzen bitte????
    Nur für billigen Strom???

    Das ist doch Quatsch!!!
    Moderne Kernkraftwerke lohnen sich wegen der vielen Sicherheitsstandards nicht mehr. Endlagerung, Versicherungen, etc. Man müsste Kernkraftwerke subventionieren!!! Wozu an dieser Technologie festhalten???

    Billiger Strom wäre möglich, wenn die Bundesregierung endlich Strom und Gas vermindert mit 7% besteuern würde
    (es ist ein essentielles Konsumgut). Das würde genau die EEG-Umlage aufwiegen. Außerdem kann sie auch auf die Stromsteuer verzichten.

    Im Gegenzug ist der Einstieg in erneuerbaren Energien und seiner breiten Produkt- und Dienstleistungspalette, den vielen Arbeitsplätzen, Milliarden von mobilisierten privaten Kapital, Einsparungen in den Rohstoffen schon jetzt ein lohnenswerter Schritt gewesen. Der erneuerbare Energien Markt entwickelt sich rasant und wird in Zukunft die fossilen Energieträger ersetzen müssen. Wenn Deutschland, ohne nennswerte heimische Energieträger hier nicht mitmischt, wäre man doch wirklich blöd. Die Energiewende ist einfach eine große Chance für Deutschland und man sollte Sie nutzen!!!

  • @ SteuerKlasseEins,
    nun denn; dann sehen wir "ASSE" halt als Unfug an.

  • @magra Wenn das was Sie da behaupten wahr ist, finde ich folgendes sehr seltsam:

    1. die angebliche Steuerbelastung durch AKW hat scheinbar niemand mitbekommen: im Jahr 1998, vor Einfuehrung des EEG, gab es von YelloStrom den Tarif "19/19" mit 19 Mark Grundgebuehr, 19 Pfennig/kWh (umgerechnet 9,7 Cent/kWh). Die Steuerlast war damals mindestens 10% geringer (Erhoehung der MWSt war die groesste Steuererhoehung in der Geschichte der BRD) Nach Theorie der AKW-Gegner hatten die Leute damals riesige Steuerlast durch AKW, ohne dass sie es gemerkt haben oder sich daran erinnern koennen.

    2. Wenn Radioaktivitaet so gefaehrlich sein soll: Warum ist dann niemand bei Fukushima an Strahlung gestorben, wohl aber 20 Tausend Tote im Tsunami ertrunken und im Erdbeben erschlagen worden? Was ist gefaehrlicher, die Natur oder das Atom? Kontamination is Krebserregend, ja, aber nur etwa so stark wie die Feinstaubbelastung durch Dieselmotoren in unseren Staedten. Warum haben wir nicht so grosse Angst wenn wir in die Stadt fahren, haben aber panischa Angst vor Fukushima? Koennte es an der anti-AKW Propagande liegen, die von Exxon finanziert wird?

  • Man kann die Kosten der Atomkraft mit Panikmache praktisch ins Unendliche treiben. AKW-Gegner gehen von Kosten von Billionen Euro aus bei Unfaellen, und von Lagerung des Muells fuer 100 Tausend Jahre, unter gigantischem Aufwand.

    Die Wahrheit sieht anders aus:
    - Niemand starb oder wurde krank durch Strahlungsaustritt bei Fukushima.
    - radioakt. Kontamination rund um Fukushima ist nicht hoeher als im deutschen Schwarzwald mit natuerlichem Uran
    - Frankreich lagert den gesamten Muell aus 50 Jahren AKW Betrieb in einer Halle so gross wie eine Turnhalle, der Muell wuerde in ein Schwimmbad passen
    - Kontamination wie z.B. rund um Tschernobyl oder Fukushima ist genauso krebserregend wie Passiv-Rauchen

  • Dass mit "Umverteilung" der Stromkosten irgendetwas gewonnen wird, kann nur echten Sozialisten einfallen, zu denen inzwischen leider alle Volksparteien gehoeren. In Wahrheit bringt es gar nichts: Buerger und Betriebe sitzen doch alle in einem Boot!! Wenn die Industrie belastet wird, gibt sie die Kosten an ihre Angestellten und Kunden weiter. Wenn man die Buerger belaster, geben diese die Kosten - soweit moeglich - an die Betriebe in Form von Gehaltsforderungen oder geringerer Leistungserbringung weiter.

    Es gibt nichts umsonst! Schon gar nicht eine unsinnige Energiewende, die praktisch die teuerste Umwelt-Idee ist, die unseren Politikern je gekommen ist. Statt einzusehen dass wir uns das nicht leisten koennen versucht man jetzt den "kleinen Mann" zur Kasse zu bitten. Dabei hat dieser schon 70-75% Steuerlast, wenn man alles zuammen rechnet.

    Wohin soll das fuehren? Vielleicht ist ja das Ziel, uns Stromkkunden zu kontrollieren. Wenn die Strompreise noch mehr steigen, wird man sein Verhalten immer mehr an den Willen der Politik anpassen muessen. Man wird sich zweimal ueberlegen, ein Geraet einzuschalten, man wird sich einschraenken mussen. Energie-armut pur.

  • Wenn alle Subventionen gestrichen werden sollten, dann wären auch die Kernkraftwerke nicht mehr konkurrenzfähig. Man bedenke die Kosten für 30000 Jahre Endlagerung (min. 1 Mrd/Jahr -> 30 Billionen insgesamt), was durch den Steuerzahler subventioniert wird... Das Atomstrom billig sei ist eine Lüge, die eben genau durch solche versteckten Subventionen verschleiert wird.

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