Strompreisbremse: Rösler und Altmaier schließen Energie-Frieden

Strompreisbremse
Rösler und Altmaier schließen Energie-Frieden

Streit und Eifersüchteleien sollen vorbei sein: Die Minister Altmaier und Rösler wollen mit einem gemeinsamen Konzept die Energiekosten für Verbraucher begrenzen. Hart trifft eine Strompreisbremse die Anlagenbetreiber.
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DüsseldorfÜber Monate hatte man den Eindruck, Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Peter Altmaier (CDU) sind so zerstritten, dass daran sogar die Energiewende scheitern könnte. Sie arbeiteten mehr gegeneinander als gemeinsam an dem großen Projekt der Bundesregierung. Vorschläge des einen konterte der andere mit Gegenvorschlägen, gestritten wurde in aller Öffentlichkeit.

Doch in der Nacht zu Donnerstag ist die Beziehung der beiden Regierungsmitglieder in eine neue Phase eingetreten. Rösler und Altmaier einigten sich erstmals auf ein gemeinsames Konzept im Rahmen der Energiewende: Um die Erhöhung der Strompreise zu stoppen, sollen neue und bestehende Solar- und Windparks sowie die energieintensive Industrie einen Beitrag zur Kostendämpfung der Ökostrom-Umlage leisten, teilte Altmaiers Sprecher Dominik Geißler mit. Mit dem Konzept wollen die Minister heute in ein Bund-Länder-Sondertreffen zur Begrenzung der Strompreise in Berlin gehen.

Die steigenden Strompreise sind die unangenehmste Nebenwirkung des Regierungs-Projekts „Wir schalten alle Atommeiler ab“, schließlich hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstselbst versprochen, dass die Bürger durch die Energiewende nicht mehr für ihren Strom zahlen müssten.

Der Vorschlag der beiden Minister führt nach ihren Vorstellungen dazu, dass im kommenden Jahr die Kosten für die Ökostrom-Umlage um 1,86 Milliarden Euro sinken. Dadurch soll ein weiterer Anstieg der Stromkosten für Bürger und Unternehmen vermieden werden. Altmaier hatte eine Strompreisbremse vorgeschlagen, mit der die Ökostrom-Umlage zum Schutz der Stromkunden für zwei Jahre eingefroren werden sollte.

Die Umlage hat sich zum echten Kostentreiber der Energiewende entpuppt. Sie ist quasi eine Subvention für Ökostrom.

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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel höchstselbst hat versprochen, dass die Bürger durch die Energiewende
    nicht mehr für ihren Strom zahlen müssten.
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    Und nun,hat die Kostenexplosion schon viele private
    Haushalte ausgehebelt.
    Und genau bei diesem Ist-Zustand soll es für zwei
    Jahre belassen werden,um dann weiter anzuziehen.
    Der Kanzlerin ihre Versprechen halten von 12 bis mittag.
    Und das Altmeier es alleine nicht kann,war klar.
    Nun muß Rössler ran und der kennt kein Erbarmen.
    Siehe Anschlußverwertung für 25tausend Schleckerfrauen.
    Da steckt der machtkalküle Lobbyist drin,der Politik
    nur als Sprungbrett in die Wirtschaft nutzt und die
    rotierende Masse verachtet.

  • Was für eine billige Komödie!
    Was sicher kommen wird, ist die Beteiligung des Teil der Industrie-Unternehmen an der Energiewende, die nicht ausweichen können. Das sind mittelständische Unternehmen und die Bahn. Und wer fährt Bahn? Nicht unbedingt der, der sich Solarzellen auf Dach setzen lassen kann und den Anstieg des Strompreises durch die Einspreisevergütung kompensieren kann. Wie oft werden Geringverdiener jetzt eigentlich schon durch die Energiewende geschröpft und wie viel mehr sollen sie noch tragen?

  • babsack69
    so weit können die Heinis in brlin nicht denken
    Haben Sie also bitte Verständnis

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