Strompreise
Ökostrom-Umlage für Haushalte steigt erneut

Die Umlage für Ökostrom wird wieder teurer. Nachdem der Preis pro Kilowattstunde bereits im Jahr zuvor erhöht worden war, schrauben ihn die Netzbetreiber erneut nach oben. Dabei müssten sich die Kosten gar nicht erhöhen.
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Berlin/ReutersVerbraucher müssen im kommenden Jahr für die Ökostrom-Hilfen nach Angaben aus Branchen- und Regierungskreisen knapp einen Cent mehr bezahlen. Die Umlage werde 6,24 Cent je Kilowattstunde betragen, sagten am Montag mehrere mit der Zahl Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters. Dies bedeutet, dass ein Durchschnittshaushalt wegen der Subventionen für Energie aus Wind, Wasser oder Sonne etwa 40 Euro mehr im Jahr zahlen muss. Branchenvertreter widersprachen damit auch Medienberichten, wonach die Netzbetreiber die Umlage bereits auf über 6,3 Cent festgelegt haben.

Ein Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden muss nun für den Strom aus erneuerbarer Energie inklusive Mehrwertsteuer 2014 insgesamt gut 250 Euro zahlen. Für 2013 war die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) allerdings mit fast zwei Cent noch doppelt so stark auf 5,277 Cent gestiegen. Die vier großen Netzbetreiber berechnen die Umlage anhand der Menge des eingespeisten Ökostroms, der Zahl der Stromkunden, die die Abgabe tragen müssen sowie der Börsenpreisentwicklung. Die Zahl wird am Dienstag von Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz veröffentlicht.

Der Anstieg der Umlage ist allerdings nur zum kleinen Teil auf das Wachstum beim Ökostrom zurückzuführen: Verantwortlich sind zusätzliche Entlastungen für die Industrie, die die übrigen Verbraucher mitschultern müssen, sowie vor allem der gefallene Börsenpreis. Denn die Umlage wird als Differenz zwischen den meist auf 20 Jahre garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom und dem Börsenpreis berechnet. Fällt dieser, steigt die Umlage. Da es zudem in diesem Jahr relativ wenig Sonne und Wind gab, ist das Ökostrom-Wachstum für rund 0,15 Cent des Zuwachses verantwortlich.

Zudem ist inzwischen über die Hälfte des Industriestroms von der Umlage weitgehend befreit, so dass Mittelständler und Privathaushalte umso höhere Beiträge schultern müssen. Mit den Befreiungen will die Regierung große Stromverbraucher im internationalen Wettbewerb stützen.

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Strompreis steigt 2013 um über zehn Prozent

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  • Wenn es eine Wahrheit gibt, dann doch die: Erstmals sind die EEG-Umlagen höher als der Strom selbst. Es klingt pervers, aber das ist die Realität!

    Die EEG-Umlage beträgt 6,24 €-Cent bei aktuellen Stromkosten an der Leipziger Strombörse von 5 €-Cent je KW. Neben den vielen Privilegien für Unternehmen erwarten wir noch Privilegien für Pensions- und Diätenempfänger. Dann hätten wir es endlich geschafft. Der Bürger hat alles zu bezahlen, damit es denen da oben gut geht.

    Haben die Verantwortlichen denn kein Schamgefühl?

  • Einfach mal lesen und nicht die Greenpeace-Ideologie unkritisch übernehmen. Mit ganz einfachen wirtschaftlichen Grundlagen aus der Schule:
    2/3 des EEG-Beitrags wird von Industrie, Handel und Gewerbe als Teil ihres Stromverbrauchs gezahlt und diese legen das natürlich auf die Preise um (Weil sie eben entgegen grüner und der HB-Praktikanten Annnahmen keine Gelddruckmaschine haben) .
    "Industrie und Gewerbe haben keine himmlischen Geldquellen. Die Kosten werden mit Gemeinkostenzuschlag, Marge und Steuern an die Kunden weitergereicht.

    Bei 40 Mio. Haushalten macht dies ca. 750 €/Haushalt und Jahr. Zzgl. Gemeinkosten, Marge und Steuern sind dies ca. 1400 €/Haushalt, oder 120 €/Monat."

    So einfach ist das mit ein bisschen Kopfrechnen und Nachdenken !

  • Na da ist doch schön zu wissen, daß die Österreicher unseren Strom zum Negativpreis kaufen, die Schweizer sich schon beschweren, daß Deutschland den Strommarkt flutet und die Nachbarländer mit billigem Strom überschüttet.
    Bezahlt von den deutschen Verbrauchern udn Steuerzahlern.

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