Studie: Das Ende privater Kassen würde Ärzten hohe Verluste bescheren

Studie
Das Ende privater Kassen würde Ärzten hohe Verluste bescheren

Auf rund 1,6 Milliarden Euro könnten sich die Verluste für Mediziner belaufen, wenn private Kassen aufgelöst werden. Der Spitzenverband der Privatkassen geht von über fünf Milliarden allein im ambulanten Sektor aus.
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BerlinDie Auflösung der privaten Krankenversicherung hätte für deutsche Ärzte nach einer Studie Einkommensverluste in Milliardenhöhe zur Folge. Im ersten Jahr einer Umstellung sei ein Verlust an Privathonoraren von 1,6 Milliarden Euro realistisch, heißt es in der Studie des Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem im Auftrag der Techniker Krankenkasse, die dem Nachrichtenmagazin „Focus“ vorliegt.

Schlimmstenfalls würde ein einheitliches Ärztehonorar für gesetzlich und privat Versicherte für die Mediziner Einkommensverluste von sechs Milliarden Euro bedeuten.

Die „Passauer Neue Presse“ (Donnerstag) zitierte aus einem Papier der Privaten Krankenversicherung (PKV), in dem es heißt: „Ein Einheitssystem ("GKV für alle") bedroht in Deutschland allein im ambulanten Sektor ärztliche Honorare in Höhe von 5,235 Milliarden Euro jährlich.“

Ein wichtiger Bestandteil der Praxisumsätze seien Mehrerlöse, „die nur deshalb entstehen, weil die behandelnden Personen nicht gesetzlich, sondern privat versichert sind“. Mit diesen Einnahmen könnten Ärzte in medizinisches Fachpersonal, fortschrittliche Behandlungsmethoden und in eine moderne Praxisinfrastruktur investieren.

Unter anderem die SPD sieht die Private Krankenversicherung am Ende. Sie plädiert für eine Bürgerversicherung für alle Menschen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Woher nehmen Sie die Erkenntnis, dass PKV Gesellschaften sich aus der Vollversicherung verabschieden wollen? Das ist absurd und unsinnig.

    170 MRD. EUR Rückstellungen sind auch in einem Niedrigzinsumfeld mehr als die GKV jemals haben wird. Die GKV bildet nämlich GAR KEINE Altersrückstellungen.

    Ist das fair gegenüber der jungen Generation von heute, wenn die Überalterung der Bevölkerung in ca. 15 Jahren immer massiver einsetzt??

    Irgendjemand wird die hohen Kosten für die immer mehr älteren Versicherten später schon bezahlen, richtig?

    Die PKV sorgt im Gegensatz dazu vor. Was soll daran schlecht sein? Die Branche erwägt auch die angesparten Altersrückstellungen zukünftig flexibler einsetzen zu können, z.B. schon ab 55 Jahren statt erst ab 65 Jahren.

    Ohne eine genaue Analyse Ihrer Vertragssituation lässt sich keine Aussage treffen, was in Ihrem Vertrag vermutlich alles "falsch gelaufen" ist. Sie sollten sich fair beraten lassen, aber vermutlich hatten Sie auch viele Vorteile in der PKV, sonst wären Sie ja nicht gewechselt.

    Fakt ist, dass in manchen Familien- und Lebenssituationen die PKV vorteilhafter ist und in manchen die GKV. Beide Systeme haben Ihre Vor- und Nachteile.

  • @Leser
    schon vor Jahren haben große PKV Gesellschaften Überlegungen angestellt, sich aus der Vollversicherung zu verabschieden. Warum wohl!!!
    Warum soll am Geschäftsmodell PKV noch was Erfolg haben, was in der Lebensversicherung auch nicht mehr klappt. Bei dem geringen Marktzins werden die Rückstellungen schmelzen wie Butter in der Sonne. Tarife mit Altersentlastung sind ein neuer verzweifelter Versuch das Geschäftsmodell PKV zu retten.
    Bin mal gespannt, was noch alles versucht wird, vom Kunden Geld zu bekommen, um die Aufwärtsspirale zu stoppen.
    Jedes System das nicht auf die Einkommensverhältnisse der Versicherten angepasst ist, fährt gegen die Wand und bringt den Versicherten in immer neue Risiken.
    Das ganze kann höchstens als Zusatzversicherungen funktionieren, analog PKW Versicherung etc. die man im Rahmen einer Kündigungsfrist beenden kann. Aber PKV als Krankenversicherungspflicht grenzt schon an Zwangsenteignung.

  • Sorry, bei allem Verständnis für Ihren Unmut über Ihre eigene Entscheidung in die PKV gewechselt zu sein, drängt sich bei mir der Verdacht auf, Sie wollen nur Ihre EIGENE persönliche Situation verbessern.

    Die meisten der 9 Millionen PKV-Versicherten sind dort zufrieden und wollen gar nicht in die GKV wechseln. Sogar die Beschwerden beim PKV-Ombudsmann sind rückläufig, wenn Sie die neueste Statistik des Ombudsmanns 2012 (Beschwerdestelle) betrachten.

    Vermutlich haben Sie aber über viele Jahre Beiträge viel
    Geld gespaart, bei umfangreicheren Leistungen in der PKV?

    Die Ersparnis hätten Sie als Rücklage auch verzinslich anlegen können, oder? Haben Sie für die Ersparnis seinerzeit keinen Tarif mit zusätzlicher garantierter Altersentlastung vereinbart?

    Ich würde empfehlen bei Ihrer Gesellschaft evtl. in einen Tarif mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis zu wechseln.

    Das viele Tarife der PKV nicht das leisten was die GKV leistet ist Unsinn. Dies gilt allenfalls bei absoluten Einstiegstarifen und auch dort nur wenn man sich auf einzelne Randbereiche bezieht.


    Die GKV hat z.Zt ca. 20 MRD.Euro Überschuss, die Privaten über 170 MRD. Euro Altersrückstellungen angespaart.

    Die Aussage dass viele Rentner und Selbständige ihre Beiträge in der PKV nicht mehr zahlen können fusst wahrscheinlich auch wieder auf den Zahlen der Verbraucherzentrale, wo seinerzeit 144 Beschwerden bei 9 MILLIONEN Versicherten in der Presse dermaßen angeprangert wurden. Setzen Sie es mal ins Verhältnis.

    Leider melden und schreiben viele Kunden nur, wenn etwas nicht zur Zufriedenheit läuft.

    Meinen Sie in der GKV gibt es keine Beitragsrückstände?

    Da liegen Millionen an säumigen Beiträgen vor. Erkundigen Sie sich am besten mal auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums.

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