Studie
Einwanderungsrecht bremst Wachstum

Deutschland verspielt nach einer Studie durch seine Einwanderungspolitik Wachstumschancen. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) stellte einen viel zu geringen Anteil von Hochqualifizierten unter den Einwanderern fest.

HB BERLIN. Dies lasse sich nur durch eine gezielte Öffnung für ausländische Arbeitskräfte ändern, sagte Institutsdirektor Michael Hüther am Donnerstag in Berlin. Auch nach seiner Neufassung 2004 sei das Zuwanderungsrecht „im Grunde immer noch ein Zuwanderungsverhinderungsrecht“.

Das IW schlägt vor, in Deutschland nach dem Vorbild Kanadas ein Punktesystem für die Steuerung der Einwanderung einzuführen. Bewerber erhalten dabei für Ausbildung, Erfahrung, Sprachkompetenz und andere Eigenschaften Punkte. Wer eine Mindestpunktzahl erreicht, darf in Deutschland leben und arbeiten.

Hüther sagte, in Kanada seien 46 Prozent der im Ausland geborenen Einwohner hochqualifiziert, in Deutschland nur 19 Prozent. Dies sei eine „eindeutige Schieflage“.

Die FDP im Bundestag unterstützt die Forderung nach einem Einwanderungsrecht, das sich vor allem am Arbeitsmarkt orientiert. „Wir brauchen eine Willkommenskultur für Hochqualifizierte und Fachkräfte“, sagte der FDP-Experte für Ausländerrecht, Hartfrid Wolff. Deutschland gehe durch fehlende Fachkräfte jedes Jahr fast ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes verloren.

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