Studie

„Erheblicher Geldverkehr zwischen Deutschland und der Türkei“

Türken in Deutschland geht es verhältnismäßig gut. Davon profitiert auch die Türkei. Viele Migranten schicken laut einer Studie einen Teil ihres Einkommens dorthin. Doch nicht nur Bares wird Richtung Bosporus bewegt.
18 Kommentare
Türkische Jugendliche schwenken eine deutsche, eine türkische und eine europäische Fahne vor dem Brandenburger Tor in Berlin (Archivfoto vom 22.05.2004). Quelle: dpa

Türkische Jugendliche schwenken eine deutsche, eine türkische und eine europäische Fahne vor dem Brandenburger Tor in Berlin (Archivfoto vom 22.05.2004).

(Foto: dpa)

BerlinViele der in Deutschland lebenden Türken verschieben einen Teil ihres Einkommens in die Türkei. Das geht aus einer Handelsblatt Online vorliegenden repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Info hervor.  Info-Geschäftsführer Holger Liljeberg begründete dies damit, dass die Bindung in die Heimat für viele Menschen mit türkischem Migrationshintergrund „enorm groß“ sei. Dies führe zu einem „erheblichen Geld- und Warenverkehr zwischen Deutschland und der Türkei“, sagte er Handelsblatt Online.

Etwa jeder dritte Türke in Deutschland schickt demnach regelmäßig oder zumindest hin und wieder Geld in die Heimat. Im Schnitt würde dabei pro Jahr und Person 1.300 Euro in die Türkei transferiert, heißt es in der Studie. Hochgerechnet sei das etwa eine Milliarde Euro pro Jahr. Nach den in der Studie erhobenen Zahlen stammt das Geld zum einen aus Sozialtransferleistungen (das betrifft 17 Prozent der Türken). 57 Prozent der Befragten verfügen über ein eigenes Erwerbseinkommen.

Laut der Studie schicken die Türken in Deutschland aber nicht nur Bargeld in ihre Heimat. 18 Prozent sendeten Waren, Geräte und Nahrungsmittel im Wert von durchschnittlich 250 Euro in die Türkei. Als Hauptgrund nennen die Befragten die Unterstützung von Familienmitgliedern. Hochgerechnet entspricht dies einem Volumen von etwa 90 Millionen Euro pro Jahr.

Fast jeder zweite Türke in Deutschland gibt überdies an, Immobilienbesitz in Deutschland bzw. der Türkei zu haben. Jeder Dritte verfüge dabei über Immobilieneigentum in der Türkei. „Auch diese Werte untermauern den Wunsch vieler Türken nach einer Absicherung für den Fall der Rückkehr in ihr Heimatland“, sagte Info-Chef Liljeberg. Auch von denjenigen, die in Deutschland Transferleistungen erhielten, hätten mehr als ein Drittel Immobilienbesitz, 16 Prozent in Deutschland und 27 Prozent in der Türkei.

"Starke Familienbande sorgt für regen Reiseverkehr"
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Studie - „Erheblicher Geldverkehr zwischen Deutschland und der Türkei“

18 Kommentare zu "Studie: „Erheblicher Geldverkehr zwischen Deutschland und der Türkei“"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • " „Erheblicher Geldverkehr zwischen Deutschland und der
    . Türkei“ "

    Liebe Redakton,

    im Zusammenhang mit den immer wieder feststellbaren "Löschorgien" entweder weisungsgebundener oder geistig danebenliegender Zensoren erlaube ich mir, Ihnen einen LINK zur Bildzeitung von heute zu übersenden zu einem Thema, das in Ihrem Haus besondere Löschaktivität kreiert mit der Bitte um Kenntnisnahme. Gleichzeitig erlaube ich mir die Frage, ob Sie, Herr oder Frau Zensor/in, jetzt auch am besten gleich die ganze BILD-Zeitung löschen wollen? Wenn BILD schon mal dieses längst bekannte und allgegenwärtige Übel endlich mal aufgreift, sollten Sie und Ihre oberen Politivasallen ganz langsam mal umzudenken beginnen. (Meinungs-) Unterdrückung gelingt nur sehr eingeschränkt und führt bekanntlich zu steigendem "Druck im Kessel", der dann irgendwann platzt.

    http://www.bild.de/regional/bremen/straftaten/intensivtaeter-gewalt-auslaender-26958242.bild.html

    Mit freundlichen Grüßen

    N_K

  • Verfremdung und Fluglärm heben sich nicht gegenseitig auf, sondern vergrößern die Summe der negativen Auswirkungen. Weniger plappern, mehr denken.

  • " „Erheblicher Geldverkehr zwischen Deutschland und der
    . Türkei“ "

    Liebe Redaktion,

    wir wollen bitteschön ganz sachlich feststellen, daß entweder der diensteifrige Zensor oder dessen Vorgesetzter in einer Traumwelt leben und den seit 8. Oktober 2008 bestehenden MERKEL'schen Pressemaulkorb übertrieben anwenden. Es ist einfach unnütz, die Anzahl der Löschungen angeblich "unsachlichen" Beiträge zu zählen. Fakt ist aber, daß der "Zensor-Löschfinger" ("Redaktionell überarbeiten" oder "moderieren" kann diese Löschorgie nicht genannt werden) insbesondere bei Beiträgen zu Homo, Lesben, Gender oder Zugewanderte in Aktion tritt. Seltsam, nicht wahr?

    Das mag dem Zensor dank seiner anonymen "Überlegenheit" vielleicht sogar noch eine machtdemonstrative Befriedigung verschaffen, die sich allerdings nahtlos ins demnächst explodierende Traumhaus-Meinungsgebilde, vorbei an der Relität, einfügt.

    Armer Mensch im Geiste, der dem Spruch folgt:
    "Wes Brot ich eß', des Lied ich sing."

    Um so schlimmer, wenn dafür und deshalb der eigene Charakter, die eigene Persönlichkeit blamabler Lächerlichkeit geopfert wird.

    Ein abschreckendes Beispiel sollte eigentlich die 12 Jahre lang währende Dauerbeschallung mit dem genannten Spruchs sein, bevor 1945 das Erwachen kam. Aber der Mensch hat halt ein schlechtes Gedächtnis und war obendrein oft genug in den WICHTIGEN (Lebens-) Unterrichtsfächern abwesend.

  • Hallo,

    @Erwin

    Übertreibe nicht. Die Realität ist erschreckend genung. Es sind nur 26% aller Türken in Deutschland von Hartz IV abhängig. Also "nur" rd. jeder Vierte. Bei Deutschen incl. der Deutschen mit Migratioshintergrund sind es rd. 7,x %. Aber das wird "noch" besser mit Zeitarbeitsfirmen, befristeten Verträgen und Globalisierung.

    Aber es gibt ein Urteil auf der Kopp Veragsseite von Dr. Udo Ulfkotte mit Aktenzeichen gebracht: "Türken dürfen mehr Geld als Deutsche die SGB II beziehen zurücklegen - weil es Tradition ist. Auch (ererbter) Schmuck ist in weit größerem Umfange erlaubt. Ein Fall für das Gleichstellungsgesetz. Wenn der Großteil der Deutschen nur das wenige wüssten was ich in dieser Beziehung weiß würden die etablierten Parteien massiv an Stimmen verlieren.

    MfG.

  • Etwa jeder dritte Türke in Deutschland schickt demnach regelmäßig oder zumindest hin und wieder Geld in die Heimat???Wie funktioniert denn das,wenn 80% Arbeitslos sind?
    Oder sind das die Gelder aus Raub,Diebstahl und Drogenhandel???

  • Hallo,

    es stimmt also nicht das es in SPIEGEL (Spon) vom 28.04.2011 einen Artikel von Anna Reimann mit dem Titel Zitat:
    "Wie viel kostet ein Ausländer?"
    Ztat Spon Ende

    gab?
    Und immer noch gibt? Der Artikel ist mit dem Titel leicht zu finden.

    Es stimmt auch nicht das im Artikel darüber berichtet wird das Dänemark durch veränderte Ein.- und Zuwanderungspolitik in den letzten Jahren 6 Milliarden Euro sparte?

    Das dazu gehörige Diskkusson wurde auch nicht "ganz überraschend" nach nicht einmal 24 Stunden geschlossen und der (sonst übliche) Link zur Disussion entfernt?
    Nein?! Wirklich nicht?

    Tja, da hat wohl der große Bruder unsauber gearbeitet.
    Ich "bilde" mir das ganz fest ein.
    Wie wäre es wenn HB ein paar (erwünschte) Kommentare zur verfügung stellt und die Leser nur noch anklicken müssen.
    Ich meine......."Leser haben eine eigene Meinung und äußern sie auch noch" geht ja gar nicht. Schließlich habe wir
    schon 2 mal in Deutschlands jüngster Geschichte gesehen das es auch ohne Meinung prima läuft.
    Oder nicht?

    MfG.

    ps. Sollte es dran gelegen haben das ich dem oben zitierten Medium gewisse politische Tendenzen unterstellte: Das war ein Scherz und derart übertrieben das sogar Mario Barth Fans es bemerkt haben sollten.
    Wenn ein Kritik äußernder Diskussions"partner" zu Adjektve statt zu Argumenten greift werde ich leicht ironisch.

  • "Wenn Sie Deutschland hassen wieso tun Sie es nicht von der Türkei aus?"

    Warum wandern Sie nicht ins 3. Reich zurück?

  • Ist Ihr "Starterpaket" nicht das der ekligen NPD?

  • Ich schrieb: Ich hasse PI-Nazis.
    Sind Sie des Lesens nicht mächtig, oder lesen Sie einfach zuviel Nazipropaganda vom Nazi-Blog "PI-News"?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%