Studie
Hohe Bildungshürden für Migrantenkinder

Oft ist es Glückssache, ob das Potential von Schülern mit Migrationshintergrund erkannt wird. Viele erreichen erst auf Umwegen höhere Bildungsabschlüsse und sehen ihre Herkunft mehr als Problem denn als Chance.
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DüsseldorfDie Fähigkeiten und Potentiale von Kindern mit Migrationshintergrund werden von der Grundschule bis zum Studium systematisch unterschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Uni Düsseldorf im Auftrag der Mercator- und der Vodafone-Stiftung, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Viele Migranten rückten ihre Defizite, wie mangelnde Sprachkenntnisse, in den Vordergrund und sähen ihren Hintergrund mehr als Problem denn als Chance. Als Folge durchlaufen Schüler mit Migrationshintergrund viele Umwege, Schleifen, Sackgassen und Neuorientierungsphasen.

Sie hätten, so die Studie, eine Problemperspektive verinnerlicht und wollen beispielweise selbst ihre Kinder nicht auf Schulen mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund schicken. „Um die bestehende Bildungsungleichheit zu verringern, ist es daher zentral – neben der Behebung der sozialen und sprachlichen Nachteile – einen Fokus auf die Förderung der Stärken zu legen“, erklärt Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, zu den ersten Ergebnissen der Studie. „Die breit angelegte Untersuchung der Einstellungen und Erfahrungen von Eltern aus ganz unterschiedlichen Milieus zeigt, wo diese Stärken liegen, hier müssen wir in Zukunft verstärkt ansetzen.“

Entscheidend für eine Förderung seien häufig einzelne Lehrer. Dies gelte sowohl im negativen Sinne, wenn Kinder deutliche Anzeichen für Diskriminierung im Unterricht spürten, als auch im positiven Sinne, wenn Pädagogen sich besonders stark für diese Schüler engagierten.

Eltern mit Migrationshintergrund benötigten bei der Bildung ihrer Kinder mehr Unterstützung, heißt es in der Studie „Bildung, Milieu, Migration“ weiter. So würden diese Eltern oft große Anstrengungen unternehmen, um ihren Kindern eine bessere Bildung zu ermöglichen.

„Vielen von ihnen fehlt nicht nur das Geld für die heute fast obligatorische Nachhilfe, sondern oft auch das Wissen darüber, wie sie ihren Kindern in der Schule am besten helfen können“, sagte der Vodafone-Stiftungsgeschäftsführer Mark Speich. „Manche Eltern haben aber nun einmal schwierigere Ausgangsbedingungen. Deshalb ist die Förderung dieser Eltern eine der wichtigsten Aufgaben für uns als Gesellschaft wie auch für die neue Bundesregierung.“

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  • In meiner Bäckerei arbeitet eine junge Türkin. Sie ist freundlich aber nicht verbindlich, sie spricht mit den Kunden wenig, bis auf das unbedingt Notwendige, sonst könnte sie auch nichts verkaufen. Meinen Einkauf bewerkstelligen wir schon mit nonverbaler Kommunikation, wir verständigen uns durch Blicke und kopfnicken. Wenn ich sie freundlich „anremple“ doch aus ihrem Schneckenhaus herauszukommen, kann sie damit nichts anfangen. Sehr schade, denn ich denke, daß sie auch etwas zu sagen hat, außer: „Wer bekommt jetzt?“. Ich denke, daß dies ewige Gejammere mit „wir müssen uns mehr anstrengen als die Deutschen, wir haben weniger Chancen als die Deutschen etc. nicht zielführend ist. Statt sich in ihr Lebensumfeld einzupassen und die von den zugezogenen Großeltern übernommenen und weiter gepflegten Verhaltensweisen aus der „Heimat“ über Bord zu werfen, wird gejammert und gefordert, es ihnen einfacher zu machen. Unser Bildungsniveau ist durch dies ständige „einfacher machen für bestimmte Zuwanderer“ massiv gesunken, tiefer geht gar nicht mehr. Wer schon selbst erkennt, daß seine Sprachdefizite hinderlich sind, soll sie beseitigen und nicht nach Ausweichmöglichkeiten suchen. Bücher in deutscher Sprache zu lesen hilft und verbreitert gleichzeitig den eigenen Horizont. Wer aber nur auf die Vorgaben der Ahnen wie Onkel Murat und Tante Emine hört, wird es in einem Industrieland wie D nicht sehr weit bringen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Diese Ausnahmen sind allerdings sehr wenige, die Masse begnügt sich mit jammern und Schuldzuweisungen an die Deutschen. Die Bildungshürden bauen sich diese Familien selbst, weil sie immer noch ihrem bronzezeitlichen Gesellschaftsmodell folgen, deshalb nie ankommen werden und Wanderer zwischen den Welten bleiben. Die schwierigen Ausgangsbedingungen haben diese Familien nicht erst seit gestern, sondern schon seit 4 Generationen ihres Hierseins. Nur sie können dies ändern, niemand sonst.

  • In Deutschland gibt es 700 000 Tausend Kinder mit Muslimischen Hintergrund. Die werden umkämpft von Salafisten,Muslimischen Organisationen und Deutschen Parteien die diese Kinder als zukünftiges Wahlpotenzial brauchen.

    Die Bildung ist zweitrangig weil jede einzelne Organisation oder Partei eigene Ziele haben. Für Salafisten z.B werden Schüler auf Schulhöfen unter den Augen von Lehrern und Politik für Syrien rekrutiert. Da braucht es keine Bildung für.

    In Hamburg können Kinder in der Grundschule schreiben wie sie möchten ohne Korrektur. Olav Scholz handelt hier im Sinne von Salafisten , die keine klugen Kämpfer oder Selbstmörder brauchen, sondern stark Gläubige Opferbereite.

    Die Schwimmverbote und Klassenreisen aber Gebetsräume in Schulen, helfen den Salafisten auf vorbereitete Schüler zu treffen, die hier so leben können wie in Syrien,Afghanistan etc.

    Die neue Forderung der SPD, sofort die Optionspflicht für Doppelpässe auszusetzen, reigt das die SPD mittlerweile
    die Diktatur einsetzen will. Ohne die zweite Bundestagswahl abzuwarten ob es nun eine Regierung gibt,
    springen sie nach massiven Aufforderungen der Muslimischen Organisatoren und wollen den entgültigen Deutschen Pass und natürlich den Türkischen Heimatpass.

    Armes Deutschland.

  • Türkin mit Kopftuch.

    Sehr gut ausgewählt für die Migranten Misere in unserem Land.

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