Studie: Jeder zweite Leiharbeitsjob zusätzlich

Studie
Jeder zweite Leiharbeitsjob zusätzlich

Beim Thema Leiharbeit spalten sich die Lager meist in absolute Befürworter oder absolute Gegner. Eine Studie hat nun die Effekte auf den Arbeitsmarkt untersucht - und schlägt sich ziemlich deutlich auf eine Seite.

NürnbergLeiharbeit schafft zusätzliche Jobs, verdrängt aber auch reguläre Beschäftigung. Beide Entwicklungen halten sich in etwa die Waage, ist das Ergebnis einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. In den Boomjahren 2006 oder 2010 etwa sei die Zahl der Leiharbeiter um 200.000 gestiegen. 100.000 dieser Jobs seien außerhalb des Zeitarbeitssektors weggefallen, aber es seien auch 100.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse geschaffen worden.

Zu einer Verdrängung regulärer Stellen könne es über viele Wege kommen - nicht nur durch den direkten Austausch eines regulär Beschäftigten durch einen Leiharbeiter, heißt es in der IAB-Studie weiter. Darunter fiele etwa auch, wenn Betriebe mit stärkerem Leiharbeitereinsatz anderen Betrieben Marktanteile abnähmen.

Der Einsatz von Leiharbeitern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten in Deutschland beständig gestiegen. 1991 waren laut IAB 0,4 Prozent aller Erwerbstätigen oder 130.000 Menschen bei Zeitarbeitsfirmen beschäftigt, 2011 waren es bereits rund 2,2 Prozent oder 880.000 Menschen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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