Studie: Mehr Verlierer als Gewinner durch Hartz IV

Studie
Mehr Verlierer als Gewinner durch Hartz IV

Die Arbeitsmarktreform Hartz IV hat einer Studie zufolge mehr Verlierer als Gewinner. Das Fazit der Autoren fällt durchaus differenziert aus: Während vor allem verheiratete arbeitslose Frauen heute viel weniger bekämen aus vor der Einführung, hätten viele Alleinerziehende heute mehr in der Tasche.

HB DÜSSELDORF. Rund 60 Prozent der Haushalte, die vor der Reform Arbeitslosenhilfe bezogen hätten, müssten nun mit weniger Geld aus staatlicher Unterstützung auskommen, teilte die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Düsseldorf mit. Für etwa 40 Prozent der Haushalte habe sich Hartz IV bezahlt gemacht. Ihr Einkommen sei um bis zu 30 Prozent gestiegen. Insgesamt sei die Armutsquote in Deutschland nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe leicht gestiegen.

Große Verlierer der Arbeitsmarktreform sind der Studie zufolge die erwerbslosen Partner von Vollzeitbeschäftigten. Solche Haushalte erhielten nach dem Start der Reform etwa 80 bis 90 Prozent weniger oder gar keine staatliche Unterstützung mehr, bilanzierte die Stiftung. Grund sei die weitgehende Anrechnung des Partnereinkommens auf das Arbeitslosengeld II, die vor allem arbeitslose Frauen treffe.

Zu den Gewinnern der Reform zählen laut Studie dagegen die Alleinerziehenden. Sie gehörten zu den rund 40 Prozent, für die die Einführung von Hartz IV positiv zu Buche schlage. Wer früher Arbeitslosenhilfe ohne zusätzliche Sozialhilfe erhielt, habe nach der Reform 18 bis 30 Prozent mehr Geld in der Tasche.

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