BERLIN. Nach dem Beschluss des EU-Rates soll der Anteil der regenerativen Energiequellen am Energieverbrauch EU-weit auf 20 Prozent steigen. Während Länder mit hohem Wasserkraft- oder Photovoltaik-Potenzial die 20-Prozent-Grenze deutlich überschreiten müssen, sind für Deutschland 18 Prozent vorgesehen. Derzeit decken erneuerbare Energien 14 Prozent des Stromverbrauchs, sechs Prozent des Wärmeverbrauchs und sieben Prozent des Kraftstoffverbrauchs ab.
Nach Einschätzung von Ernst & Young muss Deutschland "seinen Anteil der Erneuerbaren über das hinaus steigern, was technisch und wirtschaftlich aus heutiger Sicht machbar ist", um den 18-Prozent-Wert zu erreichen. Dies gelte "selbst dann, wenn alle technischen und administrativen Hindernisse überwunden werden, und alle Treiber wie ein hoher Ölpreis oder Förderinstrumente effektiv von heute an arbeiten", heißt es. Besonders schwierig werde es bei der Stromproduktion.
Um das Gesamtziel zu erreichen, muss Deutschland im Teilbereich Stromerzeugung 2020 etwa 38 Prozent durch Erneuerbare abdecken. "Dies ist aus heutiger Sicht nicht möglich", schreiben die Experten. Allein um den Anteil der Erneuerbaren bei der Stromerzeugung auf nur 30 Prozent zu steigern, sind laut Ernst & Young Investitionen von 100 Mrd. Euro erforderlich. Angesichts der Finanzkrise dürfte es schwierig werden, dieses Geld zu mobilisieren. str