Studie
Privatpatienten bringen Ärzten doppelt so viel Geld

Ärzte erhalten für die Behandlung von Privatpatienten laut einer aktuellen Studie im Schnitt mehr als doppelt so viel Geld wie bei gesetzlich Versicherten. Wie es gerechter zugehen kann, zeigen demnach die Niederlande.

HB DÜSSELDORF. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung, die von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert wurde.

Privatkrankenkassen zahlen einem niedergelassenen Arzt demnach für die gleiche Leistung etwa das 2,3-fache der Vergütung, die er von einer gesetzlichen Krankenkasse erhält. Bei Radiologen, Internisten oder Kinderärzten sei der Aufschlag sogar noch höher.

Dadurch entstehe ein massiver Anreiz, Privatpatienten bei der Behandlung vorzuziehen, erklärten die Gesundheitsökonomen von der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Fulda in ihrer Studie.

Umgerechnet auf alle Versicherten erhalten niedergelassene Mediziner für die Behandlung privat versicherter Patienten pro Jahr rund 3,6 Milliarden Euro mehr.

Grund dafür seien die unterschiedlichen Abrechnungsregelungen privater und gesetzlicher Krankenkassen, erklärten die Wissenschaftler: Während es bei Kassenversicherten gesetzliche Obergrenzen gebe, dürften niedergelassene Ärzte bei Privatversicherten die Sätze der von der Bundesregierung erlassenen Gebührenordnung überschreiten. Außerdem sei die Menge der abrechenbaren Leistungen bei ihnen nicht begrenzt.

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