Studie
SPD fordert 125.000 zusätzliche Pflegekräfte

Völlig unabhängig davon, wer die Wahl gewinnt – die Pflegeversicherung dürfte reformiert werden. Sie wird teurer werden. Eine Studie zeigt, wie sehr der Bedarf wächst. SPD-Kandidat Steinbrück prescht vor.
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BerlinDer SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will dem wachsenden Pflegemangel in Deutschland mit 125.000 zusätzlichen Stellen begegnen. Damit wird immer klarer: Unabhängig vom Ausgang der Bundestagswahl im Herbst ist eine neue Pflegereform greifbar. Der Bedarf ist tatsächlich groß. Nach einer neuen Studie wächst die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 auf rund 3,3 Millionen.

Steinbrück sagte der „Rhein-Zeitung“ (Dienstag), er wolle tariflich entlohnte Stellen für Pflegerinnen und Pfleger. Dies solle mit einer Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte finanziert werden.

Vor wenigen Tagen hatten offizielle Regierungsberater Pläne vorgestellt, nach denen Demenzkranke besser gepflegt werden können. Eine zwei bis vier Milliarden Euro teure Pflegereform sei dafür nötig. Der Beitragssatz könnte demnach im teuersten Fall von 2,05 auf 2,45 Prozent steigen, für Menschen ohne Kinder auf 2,7 Prozent.

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hatte angekündigt, dass er sich für eine Umsetzung der Vorschläge einsetzen wolle, ohne sich die Geldforderungen zu eigen zu machen. Steinbrück erklärte: „Wir brauchen mehr Pflegepersonal, weil die Pflegebedürftigen mehr Zeit für Zuwendung brauchen.“

Der Bedarf wächst in den kommenden Jahren deutlich, wie der am Dienstag veröffentlichte Pflegeheim Rating Report 2013 unter anderem des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Beratungsfirma Accenture zeigt. Die Erhebung zeigt aber auch, dass die Prognosen seit Jahren stabil sind. Bereits 2008 hatte das Statistische Bundesamt 3,4 Millionen Pflegebedürftige bis 2030 vorhergesagt.

Hauptgrund ist die Alterung der Gesellschaft. 2012 bekamen rund 2,4 Millionen Menschen Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Die aktuelle Studie zeigt auch erneut, dass es künftig mehr Pfleger braucht. Bis 2030 gebe es zusätzlichen Bedarf für 371 000 stationäre Pflegeplätze und bis zu 331 000 Pflegerinnen und Pflegern.

Auch CDU/CSU versprechen Verbesserungen, bleiben in ihrem Wahlprogramm aber wage: Eine besser abgestufte Bestimmung der Pflegebedürftigkeit solle es geben, eine Weiterentwicklung der Versicherung - sowie eine moderate Erhöhung des Beitrags zur Pflegeversicherung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ein Dauerbrenner, wie die Bereiche RENTE und Gesundheit !

    Nur mit "IDEEN" von der LOBBY zu arbeiten bringt auf dauer keinen ERFOLG für die Betroffenen, nur für die GIER !!!

    Man will keine REFORMEN in diesen Bereichen, die den Namen verdient. Dann wären diese BEREICHE dem ZUGRIFF der POLITIK
    entzogen.

    Jetzt aber kann man jederzeit,willkürlich eingreifen und Wahlkampf, lobbyfreundliche Politik betreiben.

    Nur mit Beiträgen alleine wird man es nicht finanzieren können !
    Eine Kombination mit STEUERN, die von der Demographie
    und deren Entwicklung nachjustiert werden muss.
    Anders wird es nicht gehen ! Nur warum wartet Ihr Politiker mit diesen ENTSCHEIDUNGEN ? Es wird immer teurer !

    Nur mit Alibi-"REFORMEN", die oft genug von der LOBBY geschrieben werden, bleibt unsere DEMOKRATIE auf Dauer nicht sicher !

    Leider sind die seriösen, zupackenden POLITIKER in der Minderheit !

    SEIT ROT/GRÜN erleben wir RÜCKSCHRITTE in vielen Bereichen, von der MORAL ganz zu schweigen !

  • Die 20 Millionen Rentner in Deutschland, sind vielleicht die 20 Millionen Pflegebedürftigen in wenigen Jahren. Das weis man nicht so genau, aber es muss was getan werden. Da ist der Vorstoss von Steinbrück wieder mal unpassend, denn alle wissen
    das Steinbrück sich auf jeden Strohhalm stürzt und verspricht was die SPD nie hält. Wenn dann in 20 - 27 Jahren die
    heutigen 40jährigen in die Rente gehen, dann ist vom Deutschen Nachwuchs also der Urbevölkerung noch ein Anteil von ca 10-15 Millionen Jungen Leuten übrig die sicher nicht in die Pflegeberufe gehen.Die gehen zum Teil in das Ausland.. Wer soll also die Rentner Pflegen? Das geht nur mit Ausländern und Doppelpässen, die aber werden sich allmächlich bewusst, dass hier der Rest Deutscher Kultur
    sich verabschiedet. Da möchte ich kein Rentner und Pflegebedürftig sein.

  • "Heuchler,
    jetzt ganz plötzlich erkennen Politiker die extreme Schieflage?"

    Der Heuchler sind Leute wie Sie.
    Genau über diese Probleme wird fast täglich berichtet, einschließlich der Tatsache das aus den billigen Ostländern Frauen importiert werden um für 1€/Stunde die deutschen Alten zu pflegen und als 'Au-Pair' in Haushalten arbeiten.
    Von wegen plötzlich, aber eine neue Partei mit alten Opas wirds schon richten *lol*.
    Gibt es die Grauen Panther eigentlich noch?

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