Studie
Wirtschaftskrise trifft besonders den Süden

Bayern unter Druck: Der Süden Deutschlands leidet nach einer Studie überdurchschnittlich stark unter den Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs.

HB PASSAU. Wie die „Passauer Neue Presse“ (Donnerstag) berichtete, geht das aus einer Erhebung des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln hervor, die im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erstellt wurde. „Der Norden und der Osten der Republik ist von den Folgen der Krise dagegen weniger stark betroffen“, heißt es in der Studie.

Anhand der Entwicklung der Arbeitslosenzahl, Bestand an Kurzarbeitern, Anträgen zur Kurzarbeit und der Entwicklung bei den offenen Stellen wurde für die Studie auf Landkreisebene ein Krisenrisiko-Index gebildet, der Rückschlüsse darauf zulässt, in welchen Regionen die negativen Auswirkungen der Krise am deutlichsten zu spüren sind. Bayern ist demnach besonders betroffen, ebenso Baden-Württemberg und weite Bereich von Nordrhein-Westfalen sowie Sachsen. Innerhalb Bayerns sei allerdings der Großraum München nur durchschnittlich oder sogar nur schwach betroffen.

Tendenziell stärker gefährdet seien klassische Industrien mit hohem Exportanteil, heißt es in der Studie. Dazu zählten Autobau inklusive Zulieferer, Chemieindustrie und Maschinenbau. „So ist der Krisenrisiko-Index in klassischen Autoregionen wie Wolfsburg oder dem Kreis Böblingen sehr hoch. Ebenso in der von Chemieindustrie geprägten Stadt Ludwigshafen“, heißt es in der Studie. Weniger stark betroffen seien der Dienstleistungsbereich, die Versorgungswirtschaft, die Gesundheitsbranche, das Ernährungsgewerbe und die Pharmaindustrie.

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