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Studie zu Krankenkassen-Finanzierung: Bürgerversicherung dürfte mittlere bis hohe Einkommen belasten

Eine stärkere Finanzierung von Krankenkassen aus Steuergeldern – Stichwort: Bürgerversicherung – trifft einer Studie zufolge die Bezieher mittlerer und höherer Einkommen. Sie müssten mit höheren Belastungen rechnen.

Die Finanzierung von Gesundheitsleistungen ist zwischen den Parteien umstritten. Quelle: dpa
Die Finanzierung von Gesundheitsleistungen ist zwischen den Parteien umstritten. Quelle: dpa

BerlinDas SPD-Konzept für eine Bürgerversicherung würde einer Studie zufolge mittlere und höhere Einkommen spürbar belasten. Bei einer verstärkten Steuerfinanzierung der Krankenkassen werde sich für Arbeitnehmer „bereits in mittleren Einkommensbereichen eine spürbare Erhöhung der Gesamtbelastung“ ergeben, heißt es in der Studie, die dem Magazin „Focus“ vorliegt. Für Gutverdiener würde die Belastung durch Steuern und Abgaben dadurch um bis zu fünf Prozentpunkte steigen und „die Schwelle von 40 Prozent des Bruttoeinkommens überschreiten“. Die Studie wurde vom Marktforschungsinstitut IGES im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung und des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen erhoben.

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SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles wies die Schlussfolgerungen der Studie zurück und erklärte, diese beruhe auf anderen Annahmen als das SPD-Konzept.

Krankenversicherung Wer die PKV krank macht

  • Krankenversicherung: Wer die PKV krank macht
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In einem von dem Institut berechneten Szenario, in dem ein Drittel der Gesundheitsausgaben durch Steuern finanziert wird, müsste ein Haushalt mit 36.000 Euro Jahresnettoeinkommen eine Mehrbelastung von 900 Euro pro Jahr verkraften. Höhere Haushaltseinkommen würden noch stärker belastet. Geringere Haushaltseinkommen unter 24.000 Euro netto pro Jahr würden dagegen durch eine wachsende Steuerfinanzierung des Gesundheitssystems entlastet. Auch Rentner würden durch das SPD-Konzept fast durchwegs entlastet, für Arbeitgeber sehen die Experten ebenfalls Entlastungsmöglichkeiten.

Nahles betonte, die SPD schlage weder vor, ein Drittel der Gesetzlichen Krankenversicherung über Steuern zu finanzieren, noch belaste sie die Menschen über die Einkommensteuer. Im SPD-Konzept werde ein Steuerbeitrag in heutiger Höhe von 14 Milliarden vorgeschlagen, der dann wachse. Die Gegenfinanzierung erfolge über Steuern auf Kapitalertrag und treffe daher hohe Vermögen. „Somit bleibt festzustellen, dass im SPD-Modell auf eine gerechte und verteilungswirksame Finanzierungsoption gesetzt wird und gleichzeitig durch geschickte Wahl der Instrumente eine stärkere Belastung der mittleren Einkommen vermieden wird.“

Auch das Bürgerversicherungskonzept der Grünen brächte laut Studie Belastungen für die Bürger mit sich, sie fielen aber geringer aus als die nach dem SPD-Konzept. Entlastet würden hier vor allem Arbeitnehmer. Rentner würden hingegen belastet.

  • 14.05.2013, 11:54 UhrLeser

    Wichtig ist doch die medizinische Versogung!

    Was würde denn mit einer Bürgerversicherung besser werden?

    Was hat es z.B. in den Niederlanden gebracht? Besseren Zugang zu medizinischen Innovationen? Nein.

    Kürzere Wartezeiten für Patienten? Nein.

    Ist die medizinische Versorgung günstiger geworden? Nein.

    Lösung des Demographieproblems? Nein.

    Nur durch den Wettbewerb zwischen den Systemen GKV-und PKV
    gibt es in Deutschland für ALLE VERSICHERTEN einen raschen Zugang zu Innovationen. Und nur durch den Wettbewerb der Systeme bleibt die gute medizinische Versorgung in Deutschland auf lange Sicht bezahlbar.

    Die Einführung einer BÜRGER-ZWANGSVERSICHERUNG ist KEINE Lösung. Gleichbehandlung, stabile Beiträge und konstantes Leistungsniveau - nichts davon lässt sich mit einer Bürgerversicherung erreichen.

    Immerhin beneidet uns die ganze Welt um unser duales Krankenversicherungssystem mit GKV und PKV. In einem Einheitssystem ohne jeden Wettbewerb können die Leistungen auf dem Rücken der Kunden noch viel einfacher gekürzt und staatlich rationiert werden, siehe England. Diese Leistungen müssen dann teuer vom Einzelnen hinzugekauft werden. Nicht jeder kann das bezahlen. Zumal die Wartezeiten für Operationen in England durchaus auch mal 6 Monate betragen können. Ist das ein erstrebenswerter Ausblick? Insgesamt würde durch eine BÜRGER-Zwangsversicherung gerade ein 2-Klassen Gesundheitssystem noch gefördert!

    Ich glaube dessen sind sich viele noch gar nicht bewusst.

    Das Nebeneinander von GKV und PKV hat sich seit vielen Jahren gut bewährt. 95% !!! der deutschen Bevölkerung wollen sich in DEUTSCHLAND medizinisch behandeln bzw. operieren lassen. Wenn das kein Vertrauensbeweis für die gute medizinische Versorgung in Deutschland ist.

  • 13.05.2013, 15:10 UhrHandeln

    @elly,@ralf 100% pro. Egal wie man das Kind nennt es läuft alles auf eine Bürgerversicherung hin.
    Als es den ganzen Gruben in NRW,Saarland schlecht ging hat auch keiner nach Stellenabbau gefragt. Warum soll man nun etwas aufrecht erhalten, was man nicht braucht, damit Versicherungsvertreter den Leuten unnötiges Zeug aufquatschen um Provissionen zu kassieren. Ziel und Zweck muss es halt sein, ein bezahlbares Gesundheitssystem zu gewähren. Dafür bedarf es keiner 2 Klassenversicherung PKV und GKV.
    In der GKV ist Hinz und Kunz teilweise in Familienversicherungen ohne Eigenbeitrag versichert. In der PKV sind teilweise Rentner die ihre Rente für Krankenkassenbeiträge hinlegen.
    Wo ist das Problem ein System zu machen, in das jeder einzahlt mit allen möglichen Einkünften. Wie man Härtefälle finanziert und definiert kann ja der Gesetzgeber noch festlegen.
    Es darf nur nicht wie bisher und immer laufen, dass den Rahm immer die großen Konzerne abschöpfen, für Tätigkeiten die rein mit Hilfe für Kranke nichts zu tun haben. Die ganzen Diskussionen hört man schon zig Jahre und keiner der Parteien macht mal den grossen Schritt.

  • 13.05.2013, 13:29 UhrInformatix

    Schauen Sie sich bitte die Fakten an. www.buergerversicherung-nein-danke.de

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