Studie zum Klimawandel
„Stürme mit nie zuvor beobachteter Wucht“

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Auch Deutschland ist betroffen

Bereits 2009 in Kopenhagen hatten die Industrieländer zugesagt, ab 2020 jährlich gemeinsam 100 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Quellen für den Klimaschutz und die Anpassung von Entwicklungsländern an die Folgen des Klimawandels bereitzustellen. Deutschland hat seine Beiträge zur Klimafinanzierung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert und 2015 angekündigt, bis 2020 die Unterstützung aus dem Bundeshaushalt im Vergleich zu 2014 zu verdoppeln – auf vier Milliarden Euro jährlich.

2016 flossen bereits 3,4 Milliarden Euro Haushaltsmittel, davon 83 Prozent aus dem Haushalt des Entwicklungshilfeministeriums. Inklusive der Gelder, die öffentliche Banken wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung stellen, lag der deutsche Beitrag 2016 bei 8,5 Milliarden Euro.

Die internationale Klimafinanzarchitektur ist sehr komplex. Es gibt diverse Fonds, die Maßnahmen finanzieren – zentrales Instrument ist indes der Grüne Klimafonds (Green Climate Fund, GCF), da seine Mittel sowohl für die Anpassung an den Klimawandel als auch für Emissionsminderungen ausgegeben werden sollen. Er wurde auf der Klimakonferenz 2011 in südafrikanischen Durban beschlossen, befindet sich aber noch im Aufbau.

Im Schatten des GCF gibt es noch den sogenannten Anpassungsfonds (Adaption Fund), der schon unter dem Vorgänger des Paris-Abkommens, des Kyoto-Protokolls gegründet wurde und nun in die neue Architektur überführt werden muss. Er hat einen etwas anderen Fokus und ist speziell für kleine konkrete Anpassungsprojekte für die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen gedacht.

Nach Angaben des Umweltministeriums hat der Fonds in knapp zehn Jahren 67 Projekte in 63 Ländern mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 450 Millionen US-Dollar auf den Weg gebracht. Deutschland ist der größte Geldgeber dieses Fonds. Daneben gibt es noch den Least Developed Countries Fund und den Special Climate Change Fund mit abermals eigenen Schwerpunkten.

Auch Industrienationen sind vom Klimawandel zunehmend betroffen. Deutschland – in der Langfristbetrachtung nach Frankreich und Portugal die am drittstärkten betroffene Industrienation – litt vor allem unter der langen europäischen Hitzewelle 2003 mit mehreren Tausend Todesopfern, schweren Stürmen und wiederholt aufgetretenen Hochwassern an Elbe, Donau und Oder.

2016 fielen vor allem Überflutungen und Stürme mit insgesamt 15 Toten und 3,91 Milliarden Dollar Schäden ins Gewicht. Für die USA wurden im vergangenen Jahr 267 Todesopfer und rund 47,4 Milliarden Dollar Schäden durch Wetterextreme registriert.

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Silke Kersting
Silke Kersting
Handelsblatt / Korrespondentin

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  • Wenn man solche Artikel liest kann man beobachten, dass die Macher des "Klimawandels" den wissenschaftlichen Mantel* ihrer Weltuntergangssaga immer mehr in den Hintergrund treten lassen. Analog steinzeitlicher Religionen werden Wetterereignisse als Beweis für die (öko)Religion herangezogen.

    Naturwissenschaftlich gesehen sind Extremwetterereignisse naturgemäss selten und damit nicht für eine statistischen Beweisführung geeignet (Es bedarf einer hinreichenden Anzahl Ereignisse (Vertrauensbereich)). So haben die paar verbliebenen Naturwissenschaftler beim IPCC (Klimaschwindlergremium) den Zusammenhang von Hurricanes und "Klimawandel" mit "Low Confidence" bewertet.

    *Hintergrund ist die dürftige wissenschaftliche Hypothese von der Klimaerwärmung aus den 80er Jahren. Die im Vergleich zum natürlichen Kohlenstoffkreislauf und dessen Schwankungen vernachlässigbaren CO2 Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe sollen sich gem. dieser Hypothese in der Atmosphäre akkumulieren. Das im Vergleich zum Wasserdampf vernachlässigbare Klimagas CO2 soll die Erdtemperatur signifikant ansteigen lassen.

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