Studie zur AfD

Das AfD-Dilemma der CDU

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Unions-Konservative gegen „Sonderbehandlung“ bei Umgang mit AfD

Mitunter schwierig scheint der Umgang mit der AfD auch dort zu sein, wo sie quasi mit der CDU die Opposition bildet. In Landtagen, in denen die CDU in der Opposition ist, etwa in Rheinland-Pfalz oder Brandenburg, vollzögen die CDU-Fraktionen „einen komplizierten Balanceakt zwischen Ausgrenzung und Abgrenzung“, haben die Wissenschaftler festgestellt. Das Dilemma vor dem die Christdemokraten stehen, besteht demnach darin, einerseits mit einer effektiven Oppositionsarbeit wirken zu wollen, sich aber gleichzeitig nicht mit der AfD gemein zu machen.

Unterm Strich kommen die CDU-Leute im Westen besser mit dieser Aufgabe zurecht als ihre ostdeutschen Kollegen. „Während in den westdeutschen Landtagen ein klarer Trend zur Abgrenzung zwischen CDU und AfD besteht, verhält sich dies im Osten anders“, resümieren die Forscher in ihrer Untersuchung. „Hier sind Annäherungen zwischen Abgeordneten des rechten CDU-Parteiflügels und Abgeordneten der AfD häufiger zu beobachten.“

Der Chef der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Mike Mohring, widersprach der Einschätzung der Wissenschaftler. Er sieht seine Partei jedenfalls nicht durch die Parlamentsarbeit der AfD unter Zugzwang gesetzt. „Die CDU treibt keiner vor sich her“, sagte Mohring dem Handelsblatt. „Im Gegenteil: Profilierte Politik in der Mitte hält die politischen Ränder klein, und zwar rechts wie links.“

Mohring hält es überdies für „kontraproduktiv, sich an Parteien und randständigen ideologischen Positionen abzuarbeiten, die keine der Herausforderungen von heute oder morgen lösen“. „Man verschafft ihnen damit mehr Gewicht als sie haben“, sagte Mohring, der auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand ist.

Konservative Unions-Politiker, die sich in der Initiative „Freiheitlich Konservativer Aufbruch“ (FKA) zusammengeschlossen haben, mahnten indes, die AfD genauso wie andere Parteien als politische Konkurrenz zu sehen, mit deren politischen Inhalte man sich auseinander setzen sollte. Mit Blick auf die AfD sagte der Vorsitzende der neuen Organisation, Alexander Mitsch, dem Handelsblatt: „Wir sollten als CDU auf diese politischen Unterschiede hinweisen, so wie wir es auch mit der Darstellung der inhaltlichen Unterschiede zur SPD, den Grünen, der Linken und der FDP machen.“ Dagegen dürfe nicht passieren, so Mitsch, dass die Union die AfD durch eine „Sonderbehandlung“ aufwerte und sie auch nicht dadurch fördere, „dass wir sie in ihrer Selbstdarstellung als Märtyrer auch noch indirekt unterstützen“.

Für die Union müsse es vielmehr vor allem darum gehen, durch klare politische und konservative Positionen, verlorene Wählerstimmen zurückzugewinnen und ein Abwandern zu verhindern. „Wenn wir den Menschen glaubhaft machen, dass jahrzehntelange Positionen der Union, etwa in der Migrationspolitik und bei der inneren Sicherheit, wieder fester Bestandteil der Politik der Union sein werden, dann hat sich das Thema AfD ganz schnell wieder erledigt.“ Die meisten Wähler der AfD wählten diese Partei doch nicht aus Überzeugung, so Mitsch, sondern aus Enttäuschung und verlorenem Vertrauen in die etablierten Parteien, vor allem auch in die CDU.

Ost-AfD muss in Umfragen Federn lassen
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18 Kommentare zu "Studie zur AfD: Das AfD-Dilemma der CDU"

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  • Aktuell sehen manche Meinungsumfragen die AFD noch bei 6,5 %
    Bis September sollte diese Alternative schon noch unter die 5 %
    rutschen. Dann hat sich das "Problem " von allein erledigt.
    Diese Probleme sind Frau Merkel eh die liebsten.

  • Die AfD vertritt heute Forderungen und Werte, über die man vor 20 und mehr Jahren in der CDU kein Wort verloren hätte, weil diese Prinzipien absolut selbstverständlich waren.
    In der vermelkelten CDU werden heutzutage von der großen Vorsitzenden nicht einmal mehr Parteitagsbeschlüsse (siehe Doppelpass) respektiert und die Mitglieder wählen diese Person wieder mit großer Mehrheit und spenden minutenlang Applaus?
    Die vielfältige Schadenspolitik der letzten Jahrzehnte haben die Altparteien zu verantworten. Somit kann weder CDU-Raute-Merkel (Pest) noch SPD-St. Martin Schulz (Cholera) ind irgendwelchen Farbkombinationen (mit dunkelrot, gelb oder grün) die Lösung sein.
    Wer eine andere, für den Bürger „der schon länger hier lebt“ positive Politik will, kann seine Stimme nicht weiter bei den Blockparteien abgeben.
    Auch „schwarz-gelb“ wird keine konsequente Politik für den Normalmichel betreiben, wie man unlängst in NRW erfahren musste, wo man nicht bereit war, die von Rot-Grün geänderte Eidesformal wieder von „…..der Bevölkerung….“ zu „…. dem deutschen Volk…..“ zu ändern. Die F.D.P. wird somit auch zukünftig keine „wirksame Kontrolle“ von Merkel bewerkstelligen. Mehr als die „Hotelsteuersenkung“ hat man das letzte Mal nicht hinbekommen – man darf also bzgl. der F.D.P. "gewarnt" sein.

    Wer konsequent und Realist ist, wählt nicht die Altparteien.

  • @ Herr Otto Berger

    „Wenn die CDU den - beispielsweise - im Wahlprogramm zur BT-Wahl 2002 postulierten Grundsätzen treu geblieben wäre, würde es für CDU-Mitglieder keine Notwendigkeit zur Gründung der AfD gegeben haben.“

    Soweit ich weiß, hat Prof. Lucke die AfD aus Protest gegen die Euro-Rettungspolitik gegründet.

    Das Thema „Eindringlinge“ kam erst 2 Jahre später dazu und daraus resultiert der Konflikt zum ehemaligen Parteiprogramm der CDU.

  • Hallo Fr. Ebsel...aller Wahrscheinlichkeit wird Fr. Merkel mit ihren ökosozialistischen Positionen einen hohen Wählerstimmenanteil einfahren und dann mit Grünen, FDP, oder SPD verhandeln. Da diese Parteien die gleiche Ideologie vertreten, geht es um Machtpositionen innerhalb des Parteienblocks.

    Ihre Gedanken...

    "alle linken Ideologen aus den Regierungen herausgewählt haben." Soweit mir bekannt vertreten die Bundes- und Landesregierungen regelmässig linke Ideologien.

    Was spricht dagegen die Einwanderer/"Flüchtlinge" die sich in Nordafrika und Türkei angestaut haben nach der BT Wahl die Türen zu öffnen?

    "oder es wird mittelfristig frostig werden in diesem Land". 90% der Wähler wählen den Merkel Parteienblock, wieso soll es frostig werden?

    verstehe ich nicht. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Wenn, wie die Tage geschehen, AFD Nachrichten von einer "Linken Internetseite" ohne Angaben, woher die das haben, veröffentlicht haben, macht das schon stutzig.
    Vor allem wenn man sich die Mühe macht, und mal diese Seite anschaut,
    Für mich ist das eine Seite welche vor kriminalität nur so strotzt.
    Ein Fall für unseren Herrn Maas.
    Andererseits, Was hat Poggenburg den schlimmes gesagt, gar nichts!
    Er hat eine Selbstverständlichkeit gesagt, nämlich das Deutschland den deutschen gehört, wem den sonst, etwa den Türken, ja der Eindruck entsteht bei mir in letzter Zeit öfter.
    Viel Wind um eine Selbstverständlichkeit! Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "(Welche Verschwörung steckt dahinter, dass man Rechtschreibfehler häufig 1 Sekunde nach dem Abschicken des Beitrags entdeckt?)"

    Ist doch klar, Putin war´s, er hat den Kommentar von marcel persönlich gehackt.

    Ich hingegen produziere meine Rechtschreibfehler in der Eile höchstpersönlich selbst.

  • HB : " Darüber hinaus hätten viele Abgeordnete der AfD ihre parteipolitischen Wurzeln in der CDU, „der sie etwa aus Enttäuschung über die als zu liberal aufgefasste Programmatik der „Merkel-CDU“ den Rücken kehrten“
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    Wenn die CDU den - beispielsweise - im Wahlprogramm zur BT-Wahl 2002 postulierten Grundsätzen treu geblieben wäre, würde es für CDU-Mitglieder keine Notwendigkeit zur Gründung der AfD gegeben haben.
    Die Einführung des grün-linken Gedankengutes in die CDU durch Frau Dr. Merkel hat den ehemals rechten Flügel der CDU politisch entfremdet ---- aber das kann in einer Nach-Merkel-Ärea und unter dem Druck der inzwischen eingetretenen " politischen Ereignisse" repariert werden.
    Die Umfragen bescheinigen dem konservativen Lager eine komfortable Mehrheit im Parlament,
    (FORSA : CDU/CSU - 39% - FDP 8% - AfD 7%) was zur Bildung einer stabilen Regierung führen kann ---- allerdings nicht mit der Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel, die das vorgegebene LINKS-Grüne Globalisierungs-Projekt weiter führen möchte ---- zum Schaden Deutschlands !!


  • Die AFD ist mittlerweile keine größere NPD wie viele etablierten Parteien meinten,
    ihre Mitglieder in Führungspositionen sind gut ausgebildet und vertreten oft die Meinung der Bürger in der Mitte. Der Einzug in den Bundestag sehe ich persönlich mit Freude entgegen und denke an Bonn, als das Parlament noch Parlament mit Streitbaren Typen war. Heute ist Schlafwagen-Parlament angesagt ,alles wurde vorher schon abgesprochen und nur für den Michel streitet man ein wenig im Fernsehen. Heute haben wir sogar ein Parlament wo es keine echte Opposition gibt. Das ist gefährlich , wie man an den schnellen GG Änderungen sieht.

    Hilfe Grundgesetzgericht !

  • Herr Europaeer:
    (Welche Verschwörung steckt dahinter, dass man Rechtschreibfehler häufig 1 Sekunde nach dem Abschicken des Beitrags entdeckt?)
    Ist doch klar: Merkel hat Schuld! Oder doch die linksgrünversifften Gutmenschen?

  • Die letztens unfreiwillig veröffentlichten Mitteilungen der AfD-WhatsApp-Gruppe zeigen, dass sich hinter dem Namen AfD die gleiche Gesinnung, wie die in der NPD verbirgt. Das Wählerpotential für solche Parteien liegt in Deutschland bei etwa 1,5%. Dort wird die AfD auch wieder landen.

    Sind damit die Probleme der vielen Menschen in Deutschland gelöst, die die Welt nicht mehr verstehen, die sich abgehängt fühlen, die wirklich abgehängt sind und die nach jedem (rechten) Strohhalm greifen, da sie übermächtige Angst vor dem sozialen Abstieg haben?

    Nein, das sind sie nicht.

    Das desaströse Gefühl, alles wird immer nur schlimmer, verschwindet aus manchen Köpfen einfach nicht. Fatal ist, dass gerade die Fraktion der "moralischen Defätisten" ihre Einstellung in Fakebook und Co bis zum völligen Hirntod immer wieder bestätigen lassen kann.
    Die sozialen Unterschiede, die gnadenlos vom sozialen Umfeld abhängigen Lebenschancen bleiben bestehen und werden nach meinen Empfinden von einer CDU und FDP nicht verringert werden; im Gegenteil.

    (Welche Verschwörung steckt dahinter, dass man Rechtschreibfehler häufig 1 Sekunde nach dem Abschicken des Beitrags entdeckt?)

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