Studienplatzvergabe
ZVS unterläuft brisante Panne

Der Dortmunder Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) ist eine brisante technische Panne bei der Zulassung für das Wintersemester 2008/09 unterlaufen: Mehr Bewerber wurden zugelassen als Studienplätze vorhanden waren. Infolge zog die Zentralstelle Zusagen zurück. Nun hagelt es Klagen.

HB KÖLN. Am Dienstag sei kurzfristig eine falsche Datenbank in das Computersystem hochgeladen worden, sagte ZVS-Sprecher Bernhard Scheer. Darin seien Bewerber als angenommen geführt worden, die tatsächlich gar keinen Studienplatz erhalten können.

Die Kölner Anwaltskanzlei Birnbaum drohte mit einer Klage gegen die ZVS. Eine Mandantin habe einen Zulassungsbescheid per E-Mail erhalten und umgehend ihren Arbeitsplatz gekündigt. Dann habe die ZVS den Bescheid zurückgezogen.

Bei der Computer-Panne am Dienstag sei eine Probedatei aus dem Juli in das System der ZVS hochgeladen worden, sagte Scheer. Da später noch weitere Bewerber hinzugekommen seien, stimmten die Kalkulationen aus heutiger Sicht nicht mehr. Eine E-Mail sei nicht versandt worden. Es könne aber sein, dass Bewerber im Internet in das ZVS-System geschaut hätten, solange die falsche Datei online war. "Damit haben wir natürlich eine emotionale Achterbahnfahrt bei einigen Bewerbern ausgelöst, das tut uns sehr leid", sagte der Sprecher.

Die Dortmunder Behörde vergibt derzeit noch bundesweit Studienplätze für die Fächer Biologie (Diplom), Medizin, Pharmazie, Psychologie (Diplom), Tier- und Zahnmedizin und in NRW für Rechtswissenschaft, Lebensmittelchemie sowie einige Lehramtsstudiengänge. Zum Wintersemester standen für 105 223 Bewerber 23 859 Studienplätze zur Verfügung.

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