Studierte Fachkräfte Mangelware: OECD zerpflückt deutsche Bildungspolitik

Studierte Fachkräfte Mangelware
OECD zerpflückt deutsche Bildungspolitik

Auf Deutschland kommt ein Mangel an studierten Fachkräften zu. Nach der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" ist die Zahl von Studienabsolventen in Deutschland die geringste im internationalen Vergleich. Gute Noten erhält die berufliche Ausbildung, wenngleich die OECD auch hier Defizite sieht.
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HB BERLIN. Es müsse mehr getan werden, "um dem sich abzeichnenden Fachkräftemandel entgegenzuwirken", teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Berlin mit. Es sei vor allem wichtig "Studienberechtigten aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Familien", ein Studium zu ermöglichen, sagte Heino von Meyer von der OECD in Berlin.

Deutschland sei "das Land mit der geringsten Studienneigung" in der OECD. Auch die deutschen Bildungsausgaben seien zu gering, monierte die Organisation in einer in Berlin vorgestellten Studie. Mit 4,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und rückläufiger Ausgabetendenz, liege Deutschland bei den Bildungsinvestitionen auf einem der letzten Plätze im internationalen Vergleich.

Auch die Wachstumsraten bei Universitätsabschlüssen seien nicht ausreichend. Während in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Arbeitnehmer mit Hochschulabschluss nur um 0,9 Prozent zunahm, seien es im OECD-Durchschnitt 4,6 Prozent gewesen.

Gute Noten verteilt die Studie für die berufliche Ausbildung, die dual in Betrieben und Berufsschulen stattfindet. Gleichwohl sieht die OECD auch hier Defizite. Zwar verbinde das System das Lernen im Betrieb und in der Schule und leiste einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt, heißt es in der Länderstudie. Dennoch gebe es nach wie vor eine erhebliche Zahl von Jugendlichen, die nicht an einer beruflichen Ausbildung teilnähmen.

Die Bildungsexperten begrüßten den Vorstoß der Bundesregierung, die bestehenden Maßnahmen in diesem Bereich besser zu koordinieren. Insgesamt müsse aber mehr unternommen werden, um die Jugendlichen fit für die reguläre berufliche Ausbildung zu machen, so die Experten.

Die OECD-Bildungsstudie wird jährlich in allen 30 OECD-Mitgliedsstaaten erhoben und berücksichtigt vor allem die Rahmenbedingungen des Bildungssystems.

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  • ich musste keinen hohen Preis zahlen, es gibt keine Alternative. Ob ich den Mubnd aufmache oder nicht, ist eben egal. Dafür zahle ich keinen Preis.
    Das ist auch nicht witzig!

    ich finde es überhaupt nicht witzig, das Menschen hier keine Überlebenschance haben und systematisch in den Selbstmord getrieben werden von klein auf, duch diese Schikanen hier in Deutschland von Deutschen betrieben.

    Diese systematische Gewalt gegen Frauen und andere die in den Tod getrieben werden. Hartz4 Leichen nennt man dies in Ostdeutschland.

  • Es ist echt witzig wie Sie diese Tragödie, die hier in Deutschland täglich praktiziert wird so Amüsant verpacken! Respekt, aber sie haben auch einen hohen Preis zahlen müssen.
    Leider kann man sich gegen solche Machenschaften kaum wehren, zumindest nicht so wie diese Personen es verdienen. Leider gibt die Politik und die Gesetze immer dem finanziell stärkeren Recht und
    dieses Ungleichgewicht ist schon längst über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt. Man sieht auch wie mit damaligen Gastarbeitern umgegangen wird, erst holt man sie für die Drecksarbeit, wo man keinen Ton von ihnen hören möchte und nun sollen sie auf einmal Deutsch können, um den beamten dass Leben zu erleichtern wenn die Schar der Hartz iV Empfänger im Anmarsch ist. ich denke wir sind unberechenbar, sowohl die Politik, wie auch die restliche bevölkerung. Mna sieht wie sich die Stimmung ändert sobald einer wie Herr Sarrazin mit einem buch zu sagen beginnt was wir schon immer dachten.
    Der nächste der in Sarrazins Fussstapfen tritt, nimmt Statistiken und rechnet vor wie wertvoll ein Hartz iv-empfänger, ein Rentner, ein behinderter, etc.. Der nächste buchautor errechnet dann die Lösung der Probleme und weil es ja auf Papier steht und man es lesen kann muss es auch richtig sein, meint das Volk. So leicht kann man ein Volk manipulieren und zu Dingen bewegen, die man vorher nicht für möglich gehalten hat.

  • Also 1 Million Euro ging neulich laut berichten nur fürs Papierdrucken und Werbung drauf.

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