Stückzahl und Zeitplan
Struck hält an Eurofighter fest

Alles bleibt wie geplant: Verteidigungsminister Peter Struck hat Änderungen der Stückzahl und des Zeitplans bei der Beschaffung des Eurofighters ausgeschlossen.

HB BERLIN. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) hat Änderungen der Stückzahl und des Zeitplans bei der Beschaffung des Eurofighters ausgeschlossen. „Wir brauchen die 180 Eurofighter als Waffensystem für die Luftwaffe und wir werden dieses Programm auch unverändert fortsetzen“, sagte Struck am Mittwoch in Berlin.

Weder an der Stückzahl noch am Bestellungszeitraum werde sich etwas ändern. „Wenn man Verträge schließt, hat man sich auch daran zu halten“, sagte der Minister. Ein Ausstieg oder eine Verzögerung der Bestellung würden dazu führen, dass Deutschland den Partnerstaaten die Kosten erstatten müsse. „Eine Reduzierung der Stückzahl würde uns keinen einzigen Cent einsparen“, sagte Struck. „Ich halte an dem Zeitplan für das Programm fest.“ Der für die Produktion der Flugzeuge führende europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS warnte vor einer Debatte über Stückzahlen und angeblich Mängel des Flugzeugs.

Mehrere Bundestagsabgeordnete hatten parteiübergreifend gefordert, die Stückzahl des Eurofighter zu reduzieren. Als Gründe wurden die angespannten Haushaltslage und veränderte militärische Anforderungen genannt. In Medienberichten hatte es zudem geheißen, Struck wolle die Anschaffung der Eurofighter zeitlich nach hinten verschieben. Die 180 Maschinen kosten nach Angaben des Bundesrechnungshofes rund 24 Mrd. €.

Struck wies zudem Kritik des Bundesrechnungshofs zurück. Der Rechnungshof habe Behauptungen aufgestellt, die in „vielen Dingen unzutreffend“ seien. Bei den zitierten Mängeln handele es sich um „ganz normale Anpassungsvorgänge“. Das Verteidigungsministerium werde eine Gegendarstellung vorlegen.

Der Bundesrechnungshof hatte Presseberichten zufolge zahlreiche Mängel bei den ersten Eurofighter-Auslieferungen gerügt. Die Flugzeuge, die derzeit in der Truppe erprobt werden, sollen demzufolge zahlreiche Leistungsanforderungen nicht erfüllen. Probleme gebe es etwa bei der Luftauftankung, der Höchstgeschwindigkeit und der Bewaffnung.

Aloysius Rauen, Chef der EADS-Militärflugzeugsparte, warnte am Mittwoch davor, mit der Diskussion um technische Mängel die Exportchancen des Eurofighter zu verringern und Arbeitsplätze zu gefährden. Die Debatte sei übertrieben und stelle ein Risiko für den Export des Flugzeugs dar. „Die Diskussion ist ausgesprochen schädlich“, sagte Rauen im bayerischen Lechfeld. „Wir sind in dieser Sache sehr gelassen, weil wir wissen, was das Produkt kann.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%