Stundenlanger Streit im Präsidium
Neue Runde im CDU-Machtkampf eingeläutet

Das Geschacher um die Nachfolge von Bundespräsident Johannes Rau hat eines gezeigt: Der Machtkampf zwischen CDU-Chefin Merkel und den Ministerpräsidenten Roland Koch und Edmund Stoiber ist noch längst nicht beigelegt.

HB BERLIN. Dass die Sache nicht glatt gehen würde, ist schon klar, als Roland Koch vor dem Berliner Konrad-Adenauer-Haus aus seiner Limousine steigt. Zielstrebig steuert der hessische Ministerpräsident auf die vielen Kameras zu und bellt seine Meinung in die Mikrofone. Nein sagt er, absolut unzufrieden sei er mit dem Verlauf der Präsidentendebatte in der Union, die er nur als chaotisch bezeichnen könne. „Es empört viele Anhänger der CDU“, echauffiert er sich. Und er macht klar, dass er in der anschließenden Präsidiumssitzung einen Streit vom Zaun brechen wird: „Wir müssen darüber reden, ob die CDU sich einen Kandidaten diktieren lässt.“

Nun dürfte der Parteivorsitzenden Angela Merkel klar gewesen sein, dass die Präsidiumssitzung, in der sich die CDU auf einen Nachfolge-Vorschlag für Bundespräsident Johannes Rau einigen soll, nicht die leichteste ihrer Amtszeit wird. Zu heftig war im Vorfeld der Zwist, wie vehement die Union den ehemaligen CDU-Chef Wolfgang Schäuble bei den Liberalen vertreten soll, ob öffentlicher Druck schadet oder nicht. Aber als dann an diesem Mittwochabend die Debatte im Ludwig-Erhard-Raum der CDU-Zentrale beginnt, da geht es nur zum Teil um Schäuble und die Präsidentenfrage. Denn in der Sitzung brechen fast alle Konflikte wieder auf, die die CDU der Merkel-Ära prägen.

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